25 Jahre Mauerfall

DDR-Sicherheitsorgane nehmen 40 Demonstranten am Alex fest

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

DDR-Sicherheitsorgane haben am 7. September 1989 eine Protestaktion von 300 Personen gegen Unregelmäßigkeiten bei den DDR-Kommunalwahlen vom 7. Mai verhindert und auf dem Alexanderplatz etwa 40 Personen festgenommen. Friedensgruppen und Regimegegner hatten zu der Kundgebung aufgerufen, bei der durch ein einminütiges Pfeifkonzert gegen den „Wahlbetrug“ vom Mai protestiert werden sollte.

Vor Beginn der Aktion hatten Hunderte Polizisten und Angehörige des Staatssicherheitsdienstes den Alexanderplatz umstellt und nahmen die meist jugendlichen Demonstranten an den U-Bahn-Ausgängen fest. Mehrere Personen wurden mit Gewalt zu Lastwagen geschleppt und abtransportiert. Etwa 300 Personen riefen gegen 17.30 Uhr: „Wir wollen raus, wir wollen raus!“ Sekunden später waren sie von Stasi und Volkspolizei umstellt, wurden geschlagen und festgenommen.