25 Jahre Mauerfall

SED hält an ihrer Führungsrolle fest

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Während kommunistische Parteien anderer osteuropäischer Staaten sich mit dem Gedanken an Teilung oder Verlust der Macht vertraut machen, will die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ihre Führungsrolle in der DDR weiter ausbauen. Das berichten westliche Medien am 20. August 1989 mit Bezug auf eine Veröffentlichung im SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“.

Diesem Ziel dient der Austausch der Parteidokumente, von dem 2,3 Millionen Mitglieder und Kandidaten betroffen sind. „Die inneren und äußeren Bedingungen, unter denen wir heute unsere Gesellschaftsstrategie verwirklichen, erhöhen die Ansprüche an jeden Kommunisten“, begründet das Parteiblatt die bis Ende 1989 geplante Mobilisierungs- und Überprüfungsaktion. Es werde „2,3 Millionen Mal persönlich Bilanz aufgemacht und ein jeweils ganz individuelles Wirkungsfeld als Kommunist abgesteckt“.