25 Jahre Mauerbau

Honecker und Kohl in Kontakt

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Die Bundesregierung hat die Aufnahme von Gesprächen mit der DDR-Führung über die 336 DDR-Bürger geprüft, die in den bundesdeutschen Vertretungen in Ost-Berlin, Budapest und Prag Zuflucht gesucht haben. Regierungssprecher Herbert Schmülling sagt am 17. August: „Wir befinden uns in einer Sondierungsphase für Gespräche.“

Ein Direktkontakt, etwa per Telefon, zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und SED-Chef Erich Honecker wird nicht ausgeschlossen. In der Bonner Botschaft in Budapest sollen 171, in der Ständigen Vertretung in Ost-Berlin 116 und in der Prager Botschaft 49 Menschen ausharren. Etwa 500 Reisepässe für DDR-Flüchtlinge wurden ausgestellt, nun hat die Bonner Botschaft in Budapest per Sonderkurier 1000 weitere Dokumente erhalten. Mehrere Hundert Menschen sind vom ungarischen Malteser Caritas Dienst in Hotels, Herbergen und bei Privatleuten untergebracht wurden.