25 Jahre Mauerfall

Fast 1,5 Millionen DDR-Bürger wollen in die BRD übersiedeln

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Für die 131 DDR-Bürger, die in die Bonner Vertretung an der Hannoverschen Straße in Ost-Berlin geflüchtet sind, um ihre Ausreise in den Westen zu erzwingen, gibt es wenig Hoffnung, dass die DDR in absehbarer Zeit auf ihre Forderungen eingehen wird. Bis zum 12. August 1989 hatte keiner der Ausreisewilligen das Gebäude verlassen, ein weiteres Treffen zwischen dem Staatssekretär im innerdeutschen Ministerium, Walter Priesnitz, und dem DDR-Unterhändler und Anwalt Wolfgang Vogel war für den 15. August geplant.

Unterdessen sind am 12. August 1989 neue Zahlen über die in der DDR- offiziell gestellten Ausreiseanträge bekannt geworden. Aus einem Bericht des Bundesnachrichtendienstes BND soll hervorgegangen sein, dass etwa 1,5 Millionen DDR-Bürger legal in die Bundesrepublik Deutschland übersiedeln wollen.