25 Jahre Mauerfall

Bonn schließt seine Ständige Vertretung in Ost-Berlin

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

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Die Ständige Vertretung Bonns an der Hannoverschen Straße in Ost-Berlin musste am 8. August geschlossen werden. Dort hielten sich zuletzt 130 DDR-Bürger auf, die in die Bundesrepublik ausreisen wollten. Für die Aufnahme so vieler Menschen sei die Vertretung nicht geschaffen, begründete der Sprecher der Mission, Eberhard Grashoff, die Schließung. Die Möglichkeiten für eine menschenwürdige Unterbringung seien nicht mehr gegeben. Außerdem war die Arbeitsfähigkeit der Vertretung nicht mehr gewährleistet.

Verhandlungen mit der DDR hatten lediglich zur Zusicherung der Straffreiheit beim Verlassen des Gebäudes geführt, nicht jedoch zur Erfüllung der Ausreisewünsche. In der Botschaft in Budapest befanden sich zur selben Zeit mehr als 200 DDR-Bürger, viele waren beim Ausreiseversuch über die ungarisch-österreichische Grenze ertappt worden.