25 Jahre Mauerfall

Bundesaußenminister Genscher will Flüchtlingen helfen

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher will dafür sorgen, dass DDR-Bürger, die über Ungarn in die Bundesrepublik Deutschland einreisen wollen, in ihrer Heimat vor Repressalien geschützt werden. Wie die „Bild am Sonntag“ am 6. August 1989 berichtet, hat der FDP-Politiker den Botschafter in Budapest angewiesen, in Gesprächen mit dem ungarischen Innenminister zu erreichen, dass die Grenzbehörden künftig nicht mehr die Personaldokumente von Flüchtlingen abstempeln, um sie so vor der Verfolgung durch DDR-Behörden zu schützen.

Die DDR hat unterdessen Ausreisewillige davor gewarnt, sich in bundesdeutschen Vertretungen um Unterstützung zu bemühen. Die Nachrichtenagentur ADN betonte am 6. August in einer kurzen Erklärung, dass eine „außergesetzliche Behandlung Einzelner durch den Besuch in Botschaften anderer Länder nicht erreichbar“ sei.