25 Jahre Mauerfall

West-Berliner Bezirke schaffen mehr Quartiere für Übersiedler

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

„Wir bauen wie die Blöden. Zugleich wissen wir aber ganz genau, dass wir der Quote immer hinterherlaufen werden.“ Neuköllns Baustadtrat Wolfgang Branoner (CDU) zieht am 26. Juli 1989 ein resignierendes Fazit hinsichtlich der Unterbringung der nach West-Berlin strömenden Aus- und Übersiedler.

Ähnlich wie in Neukölln sah es auch in anderen Bezirken aus. Wenige Tage zuvor ist den Bezirksämtern vom Landesamt für zentrale soziale Aufgaben eine Notliste für die Monate Juli und August übergeben worden. Danach muss beispielsweise Reinickendorf ad hoc 310 zusätzliche Plätze anbieten, Neukölln 291, Spandau 268, Tempelhof 221 und Steglitz 198. Alle anderen Bezirke wurden zu Platzzahlen von 87 (Tiergarten) bis zu 187 (Charlottenburg) verpflichtet.

Spandau und Neukölln reagierten umgehend auf den erhöhten Bedarf und stellten jeweils zwei Sporthallen zur Verfügung.