25 Jahre Mauerfall

Bei Fluchtversuch gibt es Vermerk im Pass

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Ungarn entzieht DDR-Bürgern nach einem gescheiterten Fluchtversuch über die ungarisch-österreichische Grenze die Aufenthaltserlaubnis und vermerkt das per Stempel in den Reisedokumenten. Dies bestätigte am 25. Juli 1989 das Budapester Innenministerium laut einer Meldung der ungarischen Nachrichtenagentur MTI. In den Papieren der gestellten Fluchtwilligen werde die Aufenthaltserlaubnis entwertet. Ein Grund des Vergehens werde dabei nicht angegeben. Bei einer Rückkehr in die DDR sei dies für die Behörden ein Beweis, dass der Betroffene nicht zum Urlaub nach Ungarn gereist sei. Wenn es sich bei den Fluchtwilligen um DDR-Bürger handele, informierten die ungarischen Behörden zusätzlich die DDR-Botschaft in Budapest. Nach ungarischen Angaben sind im 1. Halbjahr 1989 etwa 500 DDR-Bürger bei dem Fluchtversuch nach Österreich gestellt worden.