25 Jahre Mauerfall

DDR-Flüchtlinge retten sich in die BRD-Botschaft Budapest

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Etwa 30 DDR-Bürger, darunter Familien mit Kindern, sollen nach einem Vorabbericht der „Bild am Sonntag“ vom 15. Juli 1989 in die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest geflüchtet sein, um ihre Ausreise in den Westen zu erzwingen. Acht weitere Flüchtlinge aus der DDR, die zum Teil seit Tagen in der Botschaft waren, seien in die DDR zurückgekehrt. Ein Bonner Regierungsbeamter sagte: „Die Lage in unserer Budapester Botschaft ist prekär.“

Das Auswärtige Amt in Bonn wollte keine Stellung nehmen. Der Zeitung zufolge seien in den Zimmern der Diplomaten Betten aufgestellt worden. Es gebe nicht genügend Waschmöglichkeiten und Toiletten. In den Wochen zuvor waren vermehrt DDR-Bewohner über die österreichisch-ungarische Grenze geflüchtet, seitdem Ungarn damit begonnen hatte, den Grenzzaun abzubauen.