25 Jahre Mauerfall

Landesamt warnt vor Stasi-Aktivitäten auf Transitstrecken

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Das Berliner Landesamt für Verfassungsschutz hat am 13. Juli 1989 vor den Aktivitäten des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit auf den Transitstrecken zwischen West-Berlin und West-Deutschland gewarnt. Zugleich wies die Behörde darauf hin, dass beispielsweise Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung oder Gespräche mit DDR-Bürgern zu „nachrichtendienstlichen Annäherungsversuchen“ genutzt würden.

Aber auch unverhältnismäßig lange Rastzeiten auf den Autobahnparkplätzen entlang der Transitstrecke könnten Kontaktversuche zur Folge haben. Die Transitautobahnen würden nahezu lückenlos durch Angehörige und Mitarbeiter des Staatssicherheitsministeriums überwacht, hieß es vom Verfassungsschutz. Auch Pannenhelfer, Tankwarte, Mitarbeiter der Autobahnraststätten und Forstbedienstete würden als „inoffizielle Mitarbeiter“ eingesetzt.