25 Jahre Mauerfall

DDR setzt Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze aus

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Die DDR hat nach Angaben von Kanzleramtsminister Rudolf Seiters den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze weitgehend aufgehoben. Der CDU-Politiker erklärte am 4. Juli 1989 nach seinem Antrittsbesuch bei Staats- und Parteichef Erich Honecker in Ost-Berlin, dieser habe ihm versichert, dass das „Grenzregime geändert“ worden sei. Honecker habe verbindlich erklärt, dass an der Grenze nur noch im Fall von „Notwehr, Angriff und Desertion von der Waffe Gebrauch gemacht“ werde.

Laut Honecker sei die Zahl der Reisen von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik im 1. Halbjahr 1989 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,1 Prozent auf mehr als eine Million gestiegen. Nach West-Berlin seien 20,1 Prozent mehr gefahren. Seiters äußerte gegenüber Honecker sein Überzeugung, dass die Reformen in Osteuropa „nicht an der Grenze zur DDR haltmachen werden“.