25 Jahre Mauerfall

SED - „Fortbestand der Mauer nötig“

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Die Beziehung zur Bundesrepublik Deutschland hat sich nach Einschätzung der SED-Führung „insgesamt positiv entwickelt“. Einen Abbau der Mauer lehnt sie aber weiterhin ab. Politbüromitglied Joachim Herrmann, der am 22. Juni 1989 auf der Tagung der SED den traditionellen Bericht der obersten Parteiführung erstattet, sagt dabei, aus dem Abbau der Mauer „wird natürlich nichts“.

Die DDR werde nicht auf ihre Sicherheit vor wirtschaftlicher Ausplünderung, vor dem Eindringen verbrecherischer Elemente, vor psychologischer Kriegsführung bis zum Drogenhandel verzichten“. Wer die Grenzen und die Souveränität der Staaten in Europa infrage stelle, der untergrabe die Fundamente der europäischen Nachkriegsordnung. Herrmann wiederholte den DDR-Standpunkt, dass die Mauer solange stehen bleibe, „bis die Ursachen, die zu ihrer Errichtung führten, beseitigt sind“.