25 Jahre Mauerfall

Evangelische Kirche kritisiert DDR-Reiseregelung

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Die Synode der evangelischen Landeskirche Mecklenburg äußerte Kritik an der neuen DDR-Reiseverordnung und der Genehmigungspraxis der Behörden für Westreisen. Die Anwendung sei ein Rückschritt, der in großen Teilen der Bevölkerung zu Resignation und Verbitterung geführt habe, erklärten Verantwortliche am 19. März 1989 zum Abschluss ihrer Frühjahrstagung.

Dazu trage auch der Umgang staatlicher Stellen mit betroffenen Bürgern bei. Besorgt äußerten sie sich auch zu der unvermindert hohen Zahl an ausreisewilligen DDR-Bürgern. Die Tatsache, dass nach wie vor so viele Menschen das Land verlassen wollten, mache eine öffentliche Diskussion über die Ausreisegründe nötig. Seit Januar gab es eine verschärfte Reiseregelung, nach der zum Beispiel keine Ehepartner mehr gemeinsam reisen und nur Blutsverwandte im Westen besucht werden durften.