Berlin. Die Berliner Grünen wollen mit einem Aufruf der etwas anderen Art Spenden für den Wahlkampf sammeln. Doch die Aktion geht nach hinten los.

Die Parteien schalten in den Wahlkampf-Modus. Nachdem am Dienstag die Termine für die Vertrauensfrage im Bundestag (16. Dezember 2024) und für die Bundestagswahl (23. Februar 2025) veröffentlicht wurden, posteten die Berliner Grünen einen Spendenaufruf beim Kurznachrichtendienst X. Und setzen dabei auf Kindersprache.

„Biddi Biddi Spendi für Wintiwahlkampfi“, heißt es auf dem Bild. Außerdem ist ein putziger Hamster mit Kulleraugen und Wintermütze sowie Handschuhen zu sehen. In der Bildbeschreibung weist die Partei noch auf den Spenden-Link hin: „(...) Wir Berliner*innen dürfen zum dritten Mal in Folge in den Winterwahlkampf und dieses Mal macht ganz Deutschland mit. Spende hier für den besten Winterwahlkampf Berlins!“

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Der Post kam bei den Usern jedoch nicht so gut an. Eine Frau kommentierte: „Nicht Euer ernst??? Wen wollt ihr mit solchen Kampagnen eigentlich ansprechen? 12 jährige? Spoiler: die dürfen noch nicht wählen!!!“ Eine andere schrieb: „Sind Sie 5? Um es mal für Sie in Ihrem Jargon verständlich dazulegen, nix spendi spendi für Kampfi, nix Geldi für Grünis.“

Ganz überraschend kommt die scharfe Kritik nicht, vor allem, wenn man sich einen Teil der Absender genauer anschaut. In den extrem polarisierten sozialen Netzwerken kommt es regelmäßig zu Anfeindungen zwischen Grünen und Nutzern, die offenbar rechten Milieus zuzuordnen sind.

Ein weiterer Kommentar war sogar noch drastischer formuliert: „Wegen euch muss ich, um meine Kunden zu erreichen, manchmal bis zu einem Kilometer an Umweg einplanen, da ihr gottlosen Verkehrsfeinde überall Poller aufstellt. Kurz: Einen Scheiß werde ich.“

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Oder: „Keine Ahnung wer diesen Account betreibt bei euch. Aber langsam wird’s selbst für euch lächerlich. Nur zur Info. Kindergartenkinder dürfen nicht wählen.“ Ein anderer spielte wiederum auf die Cannabis-Legalisierung an: „Sauft ihr Lack, oder seid ihr nur noch am Kiffen?“ Andere fragten sich wiederum, ob die Aktion echt ist oder ob der Account gekapert wurde. BM

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