Berlin. „Keine Kunst auf einem toten Planeten“: 19 Aktivisten von „Exctinction Rebellion“ protestieren halbnackt – und mit Wärmflaschen.

Nach Farb-Attacken auf die FDP-Zentrale, der Stürmung des Hotel Adlon und einer Fahrradtour auf der Autobahn nun das: Klimaaktivisten der „Extinction Rebellion“ haben sich am Sonntag auf der Treppe des Alten Museums entblößt. „Keine Kunst auf einem toten Planeten“, rief der Chor den verdutzten Besuchern auf dem Vorplatz entgegen. „Wir wollen nicht, dass das Leben auf der Erde Geschichte ist“, lautete der Schlachtruf im Zeichen der Klimakrise.

Anders als Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ verzichten die Anhänger der „Extinction Rebellion“ darauf, in Museen einzudringen und Kunstwerke mutwillig zu beschädigen. Laut Sprecherin Hedwig genügt es, „dass wir ein Bild entfalten, das auf dem Platz von vielen Menschen gesehen wird“. Trotz der defensiven Aufführung von nackten Tatsachen am Alten Museum jagte ein Mitarbeiter des Hauses die Gruppe mit einem wütenden Ruf davon: „Runter hier, sonst rufen wir die Polizei“, lautete die Drohung.

Nach zehn Minuten stellten die Klimaaktivisten ihre Darbietung freiwillig ein – und erhielten zum Dank von ihren Mitstreitern Wärmflaschen. Wenn es um den Kampf gegen die Klimakrise geht, soll sich offenbar niemand erkälten.

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