Berlin-Wahl 2023

Schwarz-Rot in Berlin: So reagiert die Wirtschaft

VBKI-Präsident Markus Voigt: Die Mitglieder des Wirtschaftsclubs stellten dem Senat in einer Umfrage ein schlechtes Zeugnis aus.

VBKI-Präsident Markus Voigt: Die Mitglieder des Wirtschaftsclubs stellten dem Senat in einer Umfrage ein schlechtes Zeugnis aus.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

In Berlin zeichnet sich eine schwarz-rote Koalition ab. VBKI-Präsident Markus Voigt sieht das positiv. Was er erwartet.

Berlin. Die Berliner CDU-Führung hat sich entschieden, mit der SPD über die Bildung einer schwarz-roten Regierung zu verhandeln. Die Wirtschaft in Berlin sieht das positiv. "Die große Koalition verspricht – gerade im Vergleich zur Dreierkonstellation der vergangenen Jahre – mehr Stabilität und Handlungsfähigkeit und weniger dogmatisches Geplänkel", kommentierte Markus Voigt, Präsident des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI), die Koalitionsverhandlungen.

Kommentar zum Thema: Berlin bekommt Schwarz-Rot

"Das ist auch dringend geboten", erklärte er weiter. Es gebe viele Fragen, auf die ebenso pragmatisch wie ergebnisorientiert Antworten gefunden werden müssten. Er drängt darauf, rasch zu Koalitionsvereinbarungen zu kommen. "Die Verwaltungsreform, der Wohnungsbau, eine bedarfsgerechte Mobilität, die weitere Stärkung unserer Wirtschaftskraft, die Bildungsmisere, der Umbau zur klimagerechten Stadt – der Handlungsbedarf ist enorm, Berlin hat keine Zeit zu verlieren.“

Zum möglichen nahenden Ende der rot-grün-roten Koalition sagte er: "Das ist gut so für unsere Stadt." Gestützt von den Sozialdemokraten dürfte mit der CDU und Kai Wegner schließlich doch der klare Wahlsieger ins Rote Rathaus einziehen. Der SPD und insbesondere Franziska Giffey sei dabei hoch anzurechnen, Inhalte über persönliche Interessen zu stellen und Verantwortung für die Stadt zu übernehmen.

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( BM )