Wegen Post-Streik

Berlin-Wahl 2023: Briefwahlunterlagen am besten abgeben

Landeswahlleiter Stephan Bröchler steht bei einem Pressetermin im Rathaus Zehlendorf.

Landeswahlleiter Stephan Bröchler steht bei einem Pressetermin im Rathaus Zehlendorf.

Foto: Jens Kalaene/dpa/Archiv

Die Post streikt, und am kommenden Sonntag (12.2.) wird in Berlin bereits gewählt. Es könnte mit den Briefwahlunterlagen eng werden.

Berlin. Wenn Sie bei der Berlin-Wahl (12. Februar) per Briefwahl abstimmen wollen, sollten Sie sich beeilen. Da es einen Warnstreik bei der Post gibt, könnten die Unterlagen verspätet eintreffen.

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Laut Landeswahlleiter Stephan Bröchler sollten alle Briefwählerinnen und Briefwähler die Unterlagen Anfang dieser Woche einwerfen. Am besten, heute (Montag) oder morgen (Dienstag), erklärte Bröchler am Montag, dem 6. Februar 2023.

Berlin-Wahl 2023: Briefwahlunterlagen selbst einwerfen

Noch besser sei es, die Wahlscheine direkt im zuständigen Bezirkswahlamt oder Rathaus abzugehen. Das sei eindeutig "die sicherste Methode", sagte Bröchler. Er wies noch mal darauf hin, dass er als Landeswahlleiter auf den Warnstreik keinen Einfluss nehmen könne.

Bröchler sagte im RBB-Inforadio: "Es gibt aber dann natürlich auch die Möglichkeit, die Wahlscheine noch bis Sonntag, 18 Uhr, selbst beim Bezirkswahlamt oder beim Rathaus einzuwerfen."

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Berlin-Wahl 2023: Weniger Briefwahlscheine angefragt als 2021

Am Sonntag hatte Bröchler bereits mitgeteilt, dass das Interesse an einer Briefwahl im Vergleich zum September 2021 zurückgegangen sei. Bis Ende der letzten Woche seien 723 275 Briefwahlscheine rausgegangen, was 26 Prozent der Wahlberechtigten entspricht. 2021 waren es zu einem vergleichbaren Zeitpunkt bereits 33 Prozent.

Bröchler vermutet, dass die geringere Zahl ein Hinweis auf eine insgesamt niedrigere Wahlbeteiligung sein könnte. Im September 2021 wählten die Berlinerinnen und Berliner nicht nur das Abgeordnetenhaus, sondern auch den Bundestag. Zudem gab es noch den Volksentscheid für oder gegen die Initiative "Deutsche Wohnen & Co enteignen".

( dw )