Kreis Schmalkalden-Meiningen

Vermutlich zweiter Fall von Geflügelpest in Südthüringen

Ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Sperrbezirk» steht an einer Straße.

Ein Schild mit der Aufschrift «Geflügelpest Sperrbezirk» steht an einer Straße.

Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild

Im Kreis Schmalkalden-Meiningen ist nach Angaben des Landratsamtes wahrscheinlich ein zweiter Fall von Geflügelpest aufgetreten. Es handele sich um eine private Entenhaltung mit etwa 20 Tieren in Helmershausen, wie der Kreis am Mittwoch mitteilte. Die Tiere zeigten zwar keine Krankheitssymptome, die Untersuchung von Proben habe aber das Geflügelpestvirus ergeben. Allerdings stehe die endgültige Bestätigung des Falls durch das nationale Referenzlabor noch aus.

Meiningen (dpa/th). Im Kreis Schmalkalden-Meiningen ist nach Angaben des Landratsamtes wahrscheinlich ein zweiter Fall von Geflügelpest aufgetreten. Es handele sich um eine private Entenhaltung mit etwa 20 Tieren in Helmershausen, wie der Kreis am Mittwoch mitteilte. Die Tiere zeigten zwar keine Krankheitssymptome, die Untersuchung von Proben habe aber das Geflügelpestvirus ergeben. Allerdings stehe die endgültige Bestätigung des Falls durch das nationale Referenzlabor noch aus.

Am vergangenen Freitag hatte das Friedrich-Löffler-Institut bereits den Ausbruch der Krankheit in einer Hühner- und Entenhaltung in Bettenhausen in dem Südthüringer Kreis bestätigt.

Die Enten könnten sich nach Angaben von Fachleuten an dem Flüsschen Herpf bei Wildenten mit dem gefährlichen Virus angesteckt haben. Alle Enten in der betroffenen Haltung müssten getötet werden. Zudem werde die Schutzzone ausgeweitet, so das Landratsamt. Dazu gehörten nun auch die Orte Wohlmuthausen und Gerthausen - dort würden alle Geflügelhaltungen durch das Veterinäramt inspiziert und Proben genommen. Für Menschen besteht laut Gesundheitsamt Schmalkalden-Meiningen keine unmittelbare Gefahr durch die Tierseuche.

In Thüringen war die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, seit Herbst unter anderem im Kreis Weimarer Land und in Jena gemeldet worden. Auch der Landkreis Gotha hatte Mitte Dezember einen Ausbruch verzeichnet. Laut Gesundheitsministerium war außerdem im Kreis Nordhausen eine infizierte tote Wildgans aufgefunden worden. Die Übertragung erfolgt nach Angaben von Fachleuten vor allem durch den Kontakt zwischen Wild- und Hausvögeln.

( © dpa-infocom, dpa:230125-99-354068/3 (dpa) )