Wahlen

Wahlhelfer sollen künftig 120 Euro bekommen

| Lesedauer: 2 Minuten
Jens Anker und Alexander Rothe
Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirken muss am 12. FEbruar wiederholt werden.

Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirken muss am 12. FEbruar wiederholt werden.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Das „Erfrischungsgeld“ wird in Berlin dauerhaft angehoben. Für die Wiederholungswahl bleibt es einmalig bei 240 Euro.

Berlin. Das sogenannte Erfrischungsgeld für Wahlhelfer soll künftig 120 Euro betragen. Das beschloss der Senat am Dienstag. Bislang erhielten Wahlhelfer eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 60 Euro, wegen der kurzen Vorbereitungszeit bekommen alle 43.000 Wahlhelfer für die Wiederholungswahl am 12. Februar einmalig 240 Euro.

„Die dauerhafte Erhöhung des Erfrischungsgeldes spiegelt die verantwortungsvolle Aufgabe des Ehrenamtes in einem Wahlvorstand wider und ist ein wahrnehmbares Zeichen der Wertschätzung aller Bürgerinnen und Bürger, die sich in einem Wahlvorstand engagieren“, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) nach der Senatssitzung. Erstmals wir die Aufwandsentschädigung in Höhe von 120 Euro für die Abstimmung zum Klima-Volksentscheid am 26. März gezahlt.

50.000 Menschen haben sich als Wahlhelfer angemeldet

Laut der Landeswahlleitung werden für die Berlin-Wahl 2023 in gut zwei Wochen 43.000 Wahlhelfende benötigt. Diese Zahl sei bereits im Dezember letzten Jahres mit 50.000 Anmeldungen weit überschritten worden. Eine Anfrage der Grünen-Fraktion an den Innensenat hatte ergeben, dass die Meldezahlen über das Onlineformular zwischen den Bezirken sehr ungleich verteilt sind.

Während sich in Treptow mit seinen 280.000 Einwohnerinnen und Einwohnern knapp 8300 Wahlhelfende online gemeldet hatten, waren es in Marzahn-Hellersdorf lediglich 2055, bei beinahe gleicher Einwohnerzahl. Auch in Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Reinickendorf fiel die Online-Meldequote gering aus.

Da Bewerbungen aber auch analog abgegeben werden konnten, übersteigt die Anzahl den Bedarf überall, wie eine Umfrage der Berliner Morgenpost ergeben hat.„Die Anmeldequote ist nicht niedrig“, erklärt das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Demnach liegen insgesamt 5457 Bereitschaftserklärungen im Bezirkswahlamt vor. 3700 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sowie eine Reserve von rund 80 weiteren Personen würde allerdings nur benötigt. Auch in den anderen Bezirken hätten sich ausreichend Hilfskräfte gemeldet – teilweise mehr als bei den vorherigen Wahlen.