Kultur

Leiterin sieht Bundeskulturstiftung als „Labor der Szene“

Katarzyna Wielga-Skolimowska, neue Künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bundes, lächelt.

Katarzyna Wielga-Skolimowska, neue Künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bundes, lächelt.

Foto: Christoph Soeder/dpa

Die neue künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bundes, Katarzyna Wielga-Skolimowska, will die Institution intensiver in der Szene vernetzen. „Die Stiftung braucht keine Revolution, man muss sie nicht auf den Kopf stellen“, sagte die 46-Jährige am Dienstag in Berlin. Sie sehe die Kulturstiftung des Bundes als „Labor für die Szene in Deutschland und international“.

Berlin/Halle. Die neue künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bundes, Katarzyna Wielga-Skolimowska, will die Institution intensiver in der Szene vernetzen. „Die Stiftung braucht keine Revolution, man muss sie nicht auf den Kopf stellen“, sagte die 46-Jährige am Dienstag in Berlin. Sie sehe die Kulturstiftung des Bundes als „Labor für die Szene in Deutschland und international“.

Wielga-Skolimowska möchte bereits vorhandene Themen mehr miteinander verbinden. Als Beispiele nannte sie Diversität, Nachhaltigkeit, ländlicher Raum oder Arbeiten mit jungem Publikum. Die Elemente seien da, diese wolle sie nun mit dem Team neu zusammensetzen. Zudem gehe es darum, in Zeiten knapper werdender Finanzen Kulturinstitutionen widerstandsfähiger zu machen.

Wielga-Skolimowska stammt aus Warschau, wo sie Theaterwissenschaften studierte. Sie wirkte in der Bundeszentrale für politische Bildung, im Nationalen Audiovisuellen Institut Warschau und im Adam Mickiewicz Institut Warschau. Kuratorische Erfahrungen sammelte sie in Polen, Frankreich, Spanien, Israel, in der Ukraine, in Tansania und Saudi-Arabien.

Die bisherige Gründungsleiterin des Goethe-Instituts Saudi-Arabien und frühere Direktorin des Polnischen Instituts Berlin war im vergangenen Jahr ernannt worden. Sie folgte damit auf Hortensia Völckers, die die Stiftung seit Gründung vor gut 20 Jahren leitete.

Die Kulturstiftung des Bundes war 2002 in Halle gegründet worden. Ausgestattet mit einem Jahresetat von inzwischen rund 40 Millionen Euro wurden seitdem rund 4000 Projekte gefördert. Es geht dabei um ökologische Nachhaltigkeit, Einwanderungsgesellschaft, Digitalität, koloniales Erbe, kulturelle Stadtentwicklung oder ländliche Räume. Museen werden verändert, Theater eröffnet, neue Musik wird vermittelt, Tanz positioniert.

( © dpa-infocom, dpa:230124-99-337041/3 (dpa) )