Fracht kam aus Polen

Zoll findet 13.000 Liter Alkohol in umgebautem Transporter

Ein Beamter trägt während seines Dienstes eine Schutzweste mit der Rückenaufschrift "Zoll".

Ein Beamter trägt während seines Dienstes eine Schutzweste mit der Rückenaufschrift "Zoll".

Foto: Markus Scholz/dpa/Symbolbild

13.000 Liter Alkohol beschlagnahmte der Zoll auf einem Parkplatz an der A10. So professionell war das Schnapsversteck hergerichtet.

Berlin/Frankfurt (Oder). Zöllner haben am östlichen Berliner Ring Alkoholschmuggel in einem eigens dafür umgebauten Schwertransport aufgedeckt. 13.000 Liter unversteuerte Flaschen Wodka und Whisky wurden in einem Industrieschredder auf einem Parkplatz an der A10 sichergestellt, wie das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) am Montag mitteilte. Die aus Polen stammende Fracht sollte den Angaben zufolge über Hamburg nach Katar verschifft werden.

Laut Frachtpapieren hatte der polnische Schwerlasttransporter einen Container mit einem sogenannten Industrie-Zerkleinerer geladen. Zöllner stellten bei einer Kontrolle aber bauliche Ungereimtheiten an der Anlage fest und schauten sich das Fahrzeug intensiver an.

Der Zoll wurde wegen eines Typenschildes stutzig

Auch durch ein angebrachtes eher unübliches Typenschild eines deutschen Herstellers mit der Bezeichnung „Zerkleinerer“ wurden sie aufmerksam. Durch Nachfrage beim Hersteller bekamen sie Gewissheit und fanden ein professionell hergerichtetes Schnapsversteck im Industrieschredder.

Bergung der Schmuggelware war schwierig

Die Bergung der Schmuggelware, die bereits vor einer Woche erfolgte, gestaltete sich weiteren Angaben nach schwierig. Das Fahrzeug musste zunächst an einen dafür geeigneten Ort umgesetzt werden. Mit Unterstützung von örtlichen Kräften des Technischen Hilfswerks und dem Einsatz schwerer Technik konnte der Container so weit geöffnet werden, dass die Zöllner an die vermutete Schmuggelware herankamen.

Die gefundenen Flaschen waren in Kartons verpackt und verkaufsfertig. Sie waren offensichtlich zwar in Polen versteuert, in Deutschland jedoch nicht. Die Ermittlungen dauern an.

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( dpa )