Gegen Armut

Pinkfarbene Taschen für benachteiligte Frauen

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Dirk Krampitz
Sie bescherten armen und obdachlosen Frauen einen schönen Nachmittag: Wirt Norbert Raeder, Emine Demirbüken-Wegner und Julia Schrod-Thiel (beide CDU).

Sie bescherten armen und obdachlosen Frauen einen schönen Nachmittag: Wirt Norbert Raeder, Emine Demirbüken-Wegner und Julia Schrod-Thiel (beide CDU).

Foto: Frauen Union Reinickendorf

Kaum ein Bezirk hat ein so breites Sozialspektrum wie Reinickendorf. Die Frauenunion hat nun an die Armen im Kiez gedacht.

Berlin.  Trotz exklusiver Wohnlagen wie Heiligensee und Frohnau liegt Reinickendorf im Berliner Gesundheits- und Sozialindex nur auf Platz neun der Berliner Bezirke. Und seit 2013 ist der Bezirk sogar um zwei Plätze in der Sozialrangliste gefallen.

In kaum einem Bezirk Berlins ist die Verschiedenheit der Kieze so groß. Sie reicht vom Spitzenreiter Lübars, über Frohnau und Waidmannslust nach Borsigwalde bis in die Rollbergesiedlung zur Treuenbrietzener Straße im Märkischen Viertel, dem Schlusslicht unter den 29 Planungsräumen, die im Bezirk untersucht wurden.

Eine Häufung von Orten mit ungünstigen Sozialdaten findet sich im östlichen und südöstlichen Teil von Reinickendorf. Und genau dort, in der Residenzstraße gegenüber vom Schäfersee, hat der Wirt Norbert Raeder sein Kastanienwäldchen. Seit Jahren setzt er sich für Obdachlose ein. Und nun hat die Frauen Union Reinickendorf mit ihm und dem Team der Tanzgaststätte wieder 30 Frauen zu einem fröhlichen Nachmittag beim „Pinky Baggy-Day“ eingeladen. Das Ziel: Ein Lächeln an alle Frauen verschenken „die es gerade gebrauchen können“, den von Altersarmut sind Frauen noch stärker als Männer betroffen.

Das Elvis-Double sang drei Stunden lang

Neben einem Büffet gab es für alle Gäste auch eine pinkfarbene Tüte gefüllt mit nützlichen Kleinigkeiten - und zu allem sang Elvis-Double Mario Hill fast drei Stunden lang.

„Menschen auch nach den Feiertagen zum Jahreswechsel für ihr Ehrenamt danke zu sagen und anderen zu helfen, ist uns ein großes Anliegen. Unter den eingeladenen Gästen waren die Engel von der Lebensmittelausgabestelle von „Laib & Seele“ in der Hausotterstraße und 25 bedürftige Frauen aus ganz Berlin. Die haben so viel Freude versprüht, dass sie noch bis spät in den Abend getanzt haben“, sagt die Kreisvorsitzende der Frauen Union Reinickendorf und Ordnungsstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU).

Ebenfalls vor Ort war die Stadträtin für Bürgerdienste Emine Demirbüken-Wegner (CDU), die für den wichtigen ehrenamtlichen Einsatz für sozial benachteiligte Menschen dankte und mit vielen Teilnehmerinnen ins Gespräch kam. An der Veranstaltung nahmen wohnungslose und von Altersarmut betroffene Frauen aller Altersklassen teil.

Es war der zweite Pinky Baggy-Day und soll nicht der letzte gewesen sein. Gastwirt Norbert Raeder und Julia Schrod-Thiel sind sich aber einig, dass „eine weitere Veranstaltung zum Freude schenken stattfinden wird“.

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