Landgericht

Grünes Gewölbe: Verteidiger stellen neue Beweisanträge

Die Angeklagten sitzen im Oberlandesgericht Dresden neben ihren Anwälten.

Die Angeklagten sitzen im Oberlandesgericht Dresden neben ihren Anwälten.

Foto: Jens Schlueter/AFP Pool/dpa/Archivbild

Die Beweisaufnahme im Prozess zum Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden geht weiter. Am Dienstag stellten die Verteidiger mehr als ein Dutzend Beweisanträge. Unter anderem behaupteten die Anwälte eines 23-Jährigen, dass sich auf einem von der Polizei in Berlin sichergestellten Handy ihres Mandanten Belege dafür befänden, dass dieser zur Tatzeit bei seinen Eltern in Berlin gewesen sei. Die Daten belegten die Aussagen des Angeklagten vor Gericht, hieß es. Weitere Anträge beziehen sich auf die Feststellung von Falschaussagen von Mitgefangenen. Die hatten vor Gericht gesagt, dass dieser ihnen gegenüber zugegeben habe, am Einbruch beteiligt gewesen zu sein.

Dresden. Die Beweisaufnahme im Prozess zum Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden geht weiter. Am Dienstag stellten die Verteidiger mehr als ein Dutzend Beweisanträge. Unter anderem behaupteten die Anwälte eines 23-Jährigen, dass sich auf einem von der Polizei in Berlin sichergestellten Handy ihres Mandanten Belege dafür befänden, dass dieser zur Tatzeit bei seinen Eltern in Berlin gewesen sei. Die Daten belegten die Aussagen des Angeklagten vor Gericht, hieß es. Weitere Anträge beziehen sich auf die Feststellung von Falschaussagen von Mitgefangenen. Die hatten vor Gericht gesagt, dass dieser ihnen gegenüber zugegeben habe, am Einbruch beteiligt gewesen zu sein.

Bekannt wurde zudem, dass bei dem 25-jährigen Angeklagten, der seit November 2020 wegen des Goldmünzen-Diebstahls aus dem Berliner Bode-Museum in Jugendhaft sitzt, schon mehrfach Drogen im Vollzug in Berlin und Sachsen sichergestellt wurden und auch deswegen gegen ihn ermittelt wird. Seine Verteidiger beantragten eine psychiatrische Begutachtung des Mannes auf Schuldfähigkeit hin. Diese sei wegen „jahrelang massiven Drogenkonsums“ eingeschränkt. Die Kammer wird alle Anträge prüfen und gegebenenfalls Zeugen laden.

Seit Ende Januar müssen sich sechs junge Männer wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung verantworten. Die Deutschen zwischen 23 und 28 Jahren aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie sollen am 25. November 2019 aus dem Historischen Grünen Gewölbe 21 Schmuckstücke mit Tausenden Diamanten und Brillanten im Wert von insgesamt über 113 Millionen Euro gestohlen und zudem Sachschäden in Höhe von über einer Million Euro hinterlassen haben.

Der Prozess wird am 20. Dezember fortgesetzt - es ist der letzte Verhandlungstag in diesem Jahr.

( © dpa-infocom, dpa:221206-99-804898/3 (dpa) )