Obdachlosenhilfe

Weihnachtsessen für Bedürftige: Frank Zander geht auf Tour

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Hirschgulasch mit Klößen oder eine vegetarische Alternative: Vor Weihnachten können sich Bedürftige am Caritas-Foodtruck ein Festtagsessen abholen. Frank Zander hat für die Aktion 30.000 Euro Spenden gesammelt.

Hirschgulasch mit Klößen oder eine vegetarische Alternative: Vor Weihnachten können sich Bedürftige am Caritas-Foodtruck ein Festtagsessen abholen. Frank Zander hat für die Aktion 30.000 Euro Spenden gesammelt.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Bereits zum 28. Mal verteilt Frank Zander mit der Caritas in Berlin Weihnachtsessen an Bedürftige. Bald will er „den Stab weitergeben“.

Berlin. Es gibt Hirschgulasch oder Rosmarin Kürbis: Der Caritas-Foodtruck verteilt Weihnachtsessen an Bedürftige. Ab dem 19. Dezember soll der Wagen vier Tage lang an verschiedenen Standorten stehen, die Essensausgabe übernehmen Politiker und Prominente; unter anderem haben sich Boxer Henry Maske, Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und die Band Knorkator angemeldet. Die erste Portion Gulasch mit Klößen gab Sänger Frank Zander am Dienstag am Ostbahnhof aus. Er hat für die Aktion 30.000 Euro an Spenden gesammelt.

Damit kann der Foodtruck der Catering-Firma „Mama and Sons“ nicht nur an Weihnachten, sondern den ganzen Winter lang für die Caritas unterwegs sein. Dreimal pro Woche verteilten Ehrenamtliche so 150 Portionen, sagt die Berliner Caritasdirektorin Ulrike Kostka. Die Foodtruck-Aktion war durch die Corona-Pandemie entstanden, als die Suppenküchen geschlossen hatten.

Das 28. Weihnachtsfest für Bedürftige mit Frank Zander

Das Berliner Weihnachtsessen für Bedürftige und Obdachlose dagegen ist eine Tradition, die schon mehr als ein Vierteljahrhundert andauert. Zum 28. Mal richtet der Schlagersänger und gebürtige Neuköllner Zander das Fest aus. Vor Corona fand das Essen regelmäßig im Hotel Estrel statt. „Da wollen wir nächstes Jahr auch gerne wieder zurück“, so Marcus Zander, Sohn des Sängers.

An ihn will Frank Zander auch bald „den Stab weitergeben“. Er selbst wolle so lange weitermachen, wie seine Kraft ausreiche. Erst am Montag wurde der 80-Jährige für sein jahrelanges Engagement für Obdachlose mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

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Es ist die Publicity um ihn und die anderen servierenden Promis, die die Spendenbereitschaft nach oben treibt. „Sogar aus Nürnberg rufen uns Firmen an, weil sie einen Bericht im Fernsehen gesehen haben“, erzählt Marcus Zander. Die teilnehmenden Politiker könnten sich zwar auch ein bisschen im Rampenlicht „sonnen“, kämen aber dabei mit den Bedürftigen in Kontakt. „So holen wir sie aus ihrem Turm heraus.“