RS-Virus

Berliner Kinderkliniken verschieben nicht dringende OPs

Norman Börner
Wegen einer Atemwegs-Erkrankung bei Kleinkindern sind in den Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg derzeit viele Betten belegt.

Wegen einer Atemwegs-Erkrankung bei Kleinkindern sind in den Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg derzeit viele Betten belegt.

Foto: Marijan Murat / dpa

Weil sich das RS-Virus ausbreitet, wollen Berlin und Brandenburg enger zusammenarbeiten. Nicht dringende OPs sollen verschoben werden.

Berlin.  Das RS-Virus breitet sich deutschlandweit aus und führt zu einer angespannten Situation in den Kinderkliniken und deren Intensivstationen. Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Bündnis 90/Die Grünen) hat daher angekündigt, dass Kinderkliniken weniger dringende Eingriffe möglichst verschieben. Die Lage sei aufgrund des Personalmangels in den Kliniken sehr angespannt.

Zudem sollen die Länder Berlin und Brandenburg enger zusammen arbeiten, um die Versorgung von kritisch kranken Kindern zu gewährleisten. Gemeinsam werde eine Ergänzung in der Versorgungsapp IVENA erstellt, damit für Krankenhäuser und Rettungsdienste schneller sichtbar ist, wo für RSV-Patienten freie Intensivbetten zur Verfügung stehen und welche Kliniken weitere Kinder stationär aufnehmen können.

Auch die Inbetriebnahme von nicht betriebenen Betten werde durch die Häuser geprüft, etwa durch Einsatz sogenannter „Mixed Teams“ aus Erwachsenen- und Kinderkrankenpflege. An der Berliner Charité werde derzeit eine zentrale Koordinierungsstelle für die stationäre pädiatrische Versorgung aufgebaut.

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