Inflation in Berlin

So viel teurer sind Nahrungsmittel jetzt in Berlin

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Berliner und Brandenburger spüren die Inflation deutlich im Portemonnaie.

Berliner und Brandenburger spüren die Inflation deutlich im Portemonnaie.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Die Inflation in Berlin ist weiterhin hoch, schwächt sich jedoch leicht ab. Doch besonders Nahrungsmittel sind massiv teurer geworden.

Berlin.  Die Inflation in der deutschen Hauptstadt hat sich im November leicht abgeschwächt, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau. Das teilte das Amt für Statistik am Dienstag mit. Demnach gingen die Verbraucherpreise gegenüber Oktober 2022 leicht zurück: in Berlin um 0,9 Prozent und in Brandenburg um 0,5 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat müssen Berliner und Brandenburger aber nach wie vor deutlich mehr Geld für Produkte und Dienstleistungen auf den Tisch legen. Für Berlin nannten die Statistiker eine um 9,1 Prozent höhere Teuerungsrate im Vergleich zum November 2021. In Brandenburg stiegen die Preise sogar um 10,5 Prozent.

Gas, Kohle und Pellets sowie Nahrungsmittel zählen zu den Preistreibern

Vor allem für Energie mussten die Einwohner beider Bundesländer deutlich mehr Geld ausgeben. Auch Nahrungsmittelpreise seien seit Jahresbeginn deutlich angestiegen, hieß es. Die Statistiker konnten diesen besonderen Einfluss der beiden Warengruppen auch berechnen: Ohne Energie und Nahrungsmittel hätte die Teuerung mit einem Plus von 5 Prozent in Berlin und 5,2 Prozent in Brandenburg deutlich unter der jetzigen Inflationsrate gelegen.

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Für Gas mussten die Berliner im November 2022 verglichen mit dem Vorjahresmonat 85,3 Prozent mehr zahlen, in Brandenburg sogar 121 Prozent mehr. Auch für Kohle oder Pellets musste wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden: In Berlin stiegen die Preise hierfür um 67 Prozent und in Brandenburg um 84,4 Prozent. Für Heizöl und Kraftstoffe musste man in der deutschen Hauptstadt gut ein Viertel mehr Geld ausgeben als noch vor einem Jahr.

Nahrungsmittel gut 20 Prozent teurer als noch vor einem Jahr

Bei Nahrungsmitteln lag die Teuerung in Berlin im Schnitt bei 21,3 Prozent und in Brandenburg bei 22,2 Prozent. Damit seien die Preise für Brot, Gemüse, Fleisch & Co. laut den Statistikern gut doppelt so stark angestiegen wie die Gesamtteuerung. Für Mehl und andere Getreideerzeugnisse (Brot, Brötchen) musste in Berlin 52,8 Prozent mehr auf den Tisch gelegt werden. Butter kostete in der Hauptstadt 41,2 Prozent mehr, Rind-, Kalbs-, und Geflügelfleisch 20,4 Prozent mehr und Gemüse 18 Prozent mehr.

Vor allem einheimisches Gemüse wie Zwiebeln, Weißkohl, Lauch oder Sellerie, Möhren und Kartoffeln verteuerte sich in Berlin und Brandenburg weit über dem Durchschnitt der Nahrungsmittelpreise, so das Amt für Statistik. Es gibt aber auch Produkte, die günstiger sind als noch vor einem Jahr: In Berlin betraf das Tomaten, in Brandenburg war laut Statistik Blumenkohl preiswerter als im November 2021.