Alexanderplatz

Unbekannter drohte mit Weihnachtsmarkt-Anschlag

Der  Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz  (Archivbild).

Der Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz (Archivbild).

Foto: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen

Straßensperrungen, schwer bewaffnete Beamte: Nach einem Droh-Anruf hat die Berliner Polizei am Sonntag den Alexanderplatz abgeriegelt.

Berlin. Ein Unbekannter hat am Sonntagabend gedroht, mit einem Fahrzeug in den Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz rasen zu wollen. „Der Hinweis hat sich nicht bestätigt“, teilte die Berliner Polizei am späten Sonntagabend mit. Ermittelt werde nun wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen.

Der Hinweis war am Sonntagabend per Notruf eingegangen. Daraufhin waren die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Alexanderplatz vorübergehend erhöht worden.

Wie die „B.Z.“ berichtet, wurde der Tunnel an der Grunerstraße gesperrt, die Polizei kontrollierten zahlreiche Autofahrer, Straßen rund um den Weihnachtsmarkt wurden dicht gemacht. Nutzer bei Twitter berichteten außerdem von schwer bewaffneten Beamten rund um den Alexanderplatz.

Wer die Polizei zum Vergnügen alarmiere, Polizeieinsätze auslöse und Menschen verunsichere, „dem könnte der Spaß schnell vergehen“, twitterte die Polizei. Notrufmissbrauch und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten „können teuer werden und sogar im Gefängnis enden“.

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Alexanderplatz: Drohanruf weckt Erinnerungen an den Terror vom Breitscheidplatz

Der Drohanruf weckt Erinnerungen an den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016. Damals raste der Attentäter Anis Amri mit einem Lkw in eine Menschenmenge an der Gedächtniskirche. Bei dem Attentat und in der Folge starben insgesamt 13 Menschen.

Die Sicherheit auf Berliner Weihnachtsmärkten ist auch acht Jahre nach dem Terroranschlag vom Breitscheidplatz präsentes Thema. Der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg etwa soll in diesem Jahr geschützt werden durch rot-weiße Baustellenbaken und dahinterliegende Gitter. Auf diese Weise will die Polizei sogenannte „Überfahrtaten“ verhindern. Poller wurden in diesem Jahr allerdings - anders als zuletzt 2019 - nicht aufgestellt.

( bee/dpa )