Corona-Pandemie in Berlin

Maskenpflicht in Berlin wird vorerst nicht ausgeweitet

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Derzeit gilt die Maskenpflicht nur noch im ÖPNV und im Gesundheitswesen. Das könnte sich schon bald ändern.

Derzeit gilt die Maskenpflicht nur noch im ÖPNV und im Gesundheitswesen. Das könnte sich schon bald ändern.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Die Maskenpflicht bleibt auf dem jetzigen Niveau bestehen. Das hat der Senat am Dienstag entschieden und appelliert an die Bevölkerung.

Berlin. Die Maskenpflicht in Berlin wird vorerst nicht ausgeweitet. Darauf verständigte sich der Senat am Dienstag nach erneuter Beratung und einer Expertenanhörung zur Entwicklung der Corona-Pandemie, wie die Senatskanzlei mitteilte. Stattdessen appellierte der Senat an alle Berlinerinnen und Berliner, in öffentlich zugänglichen Innenräumen, in denen sich mehrere Menschen aufhalten, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.

Für eine Ausweitung hatte sich Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) stark gemacht. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey dagegen ist skeptisch und will keinen Alleingang, nach dem in anderen Bundesländer andere Regelungen gelten würden.

Für den Beschluss hatten die Senatsmitglieder mehrere Experten angehört. Die stammen auch aus Berliner Krankenhäusern. Berlins Universitätsklinik Charité zum Beispiel schaut mit Sorge auf das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen. „Wir laufen an der Charité möglicherweise in eine Situation hinein, in der wir die reguläre Versorgung wieder einschränken müssen“, sagte Charité-Vostandsmitglied Professor Martin E. Kreis. „Wenn der Infektionsschutz mit der Maskenpflicht in Innenräumen intensiviert würde, hätten wir eine gute Möglichkeit, der schwierigen Lage in den Krankenhäusern gegenzusteuern“, sagte Kreis.

Vor einer Woche war darüber im Senat schon einmal diskutiert worden – ohne Ergebnis. Anlass für die neuerliche Debatte ist, dass die aktuelle Corona-Verordnung am Freitag ausläuft. Ihre Verlängerung gilt als sicher.

Der Berliner Bußgeldkatalog sieht bereits drastische Strafen für Verstöße gegen Corona-Auflagen vor. Demnach kostet es bis zu 5000 Euro, wenn man trotz eines positiven Corona-Tests nicht nach Hause geht, gegen die Quarantäne-Pflicht für 10 Tage verstößt oder andere im Krankenhaus besucht. Auch Betreiber von Kliniken können bis zu 5000 Euro bezahlen müssen, wenn sie bei Besuchern die Tests nicht kontrollieren. Wer ohne Maske in einem Krankenhaus herumläuft, kann mit bis zu 500 Euro belangt werden. Wiederholungstäter müssen mit einer Strafe von maximal 25.000 Euro rechnen.

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( dpa/cl )