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Musik, Kunst, Feste: Das ist am Wochenende in Berlin los

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Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor am Pariser Platz.

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor am Pariser Platz.

Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Sebastian Gabsch

Mit dem Feiertag 3. Oktober steht ein langes Wochenende bevor. Es ist jede Menge los in Berlin. Das sind unsere Empfehlungen.

Berlin. Sonnabend, Sonntag, Montag: Dieses Wochenende besteht sogar aus drei Tagen. Was kann man am Wochenende in Berlin unternehmen? Das sind die besten Tipps für Familien, Kultur- und Musikbegeisterte.

Familie: Markttreiben beim Gauklerfest auf der Zitadelle

Das Ambiente, die Zitadelle Spandau, passt beim Gauklerfest natürlich zum mittelalterlichen Markttreiben. Schließlich hat die Festung ihre Ursprünge im 11. Jahrhundert. Stände und Tavernen sorgen für leibliches Wohl, Gaukler für Unterhaltung. Außerdem werden alte Handwerkskünste vorgeführt.

Zitadelle Spandau Am Juliusturm 64, Spandau, Sbd.+So 1.+2.10., 10–22 Uhr, Mo. 3.10., 10–19 Uhr, Karten kosten 13, erm. 10/7 Euro, www.carnica-spectaculi.de

Bühne: Tanztreffen der Jugend im Haus der Berliner Festspiele

Junge Akteure aus Schulklassen und freien Gruppen stellen im geschlossenen Rahmen bis zum 3. Oktober ihre im vergangenen Jahr entstandenen Arbeiten vor. So präsentiert das Ensemble Bordaboogies aus Berlin seine Arbeit „Mimeomia“, die sich mit dem Finden der eigenen Identität auseinandersetzt.

Haus der Berliner Festspiele Schaperstr. 24, Wilmersdorf, 2.10., 20 Uhr, Tel. 25 48 91 00, Karten kosten 9, erm. 6 Euro

Musik: Clueso spielt in der Max-Schmeling-Halle

Gleich dreimal musste der gebürtige Erfurter Clueso seinen Berlin-Termin pandemiebedingt verschieben. Und das ausgerechnet in einer besonders kreativen Phase, denn 2020 veröffentlichte Clueso eine Single nach der anderen. Einen Großteil der zwischen Deutsch-Pop und harmonischem Rap changierenden Songs findet sich auf der aktuellen Platte mit dem schlichten, von Benjamin von Stuckrad-Barre inspirierten Titel „Album“ wieder.

Max-Schmeling-Halle Am Falkplatz 1, Prenzlauer Berg, 3.10., 20 Uhr, Tel. 44 30 45, Karten kosten 36 Euro

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Musik: Hot Chip spielen Electropop im Huxleys

Hot Chip gelingt es erneut, tanzbare Klänge mit schlauen Texten zu kombinieren. So handelt die Italo-Disco-Reminiszenz „Broken“ von der Herausforderung, an Depressionen leidenden Freunden Unterstützung liefern zu können. Spielerisch übersetzen die Briten ebenso Funk und 1970er-Jahre-Disco-Sounds in modernde Elektro-Songs ohne sentimentalen Retro-Charme.

Huxleys Neue Welt Hasenheide 107/108, Neukölln, Tel. 301 06 80 88, 1.10., 20 Uhr, Karten kosten 42,10 Euro

Klassik: Der Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ beginnt

Richard Wagners Opus magnum in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov feiert am 2. Oktober mit dem „Rheingold“ den Auftakt. Innerhalb einer Woche folgen die Premieren von „Die Walküre“ (Mo. 16 Uhr), „Siegfried“ und „Götterdämmerung“. Der erkrankte Daniel Barenboim wird am Pult durch Christian Thielemann ersetzt. Hochkarätig liest sich das Solisten-Ensemble. Michael Volle singt Wotan, Ricardo Villazon den Loge, und Andreas Schager ist als Siegfried zu erleben.

Staatsoper Unter den Linden 7, Mitte, erster Zyklus ab So. 2.10., 18 Uhr, „Die Walküre“ Mo. 16 Uhr, ab 21 Euro pro Vorstellung

Literatur: Heinz Strunk liest im Festsaal

Zum Tag der Deutschen Einheit kommt Heinz Strunk mit seinem aktuellen Roman „Ein Sommer in Niendorf“, einer norddeutschen Version von „Tod in Venedig“, aus Hamburg nach Berlin. Darin lässt er einen Literaten namens Roth in ein kleinbürgerliches Ostseebad reisen. Dieser gedenkt eine Abrechnung mit seiner Familie in Buchform zu verfassen und trifft dort auf einen Strandkorbverkäufer und Spirituosenhändler.

Festsaal Kreuzberg Am Flutgraben 2, 3.10., 20 Uhr, Tickets 20 Euro

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Kabarett: „Berlin, du coole Sau!“ im Tipi am Kanzleramt

Immer wieder wird auf die Goldenen Zwanziger verwiesen, wenn nostalgisch von der Blütezeit der Berliner Kultur gesprochen wird. Aber da fehlt doch so viel! Das dachte sich auch Schauspielerin und Sängerin Sharon Brauner (Foto), die mit „Berlin, du coole Sau! – eine Liebeserklärung“ einen Abend konzipierte, der aus Melodien der letzten 100 Jahre besteht. Brauner singt gemeinsam mit Meta Hüper Evergreens und aktuelle Hits. Das Capital Dance Orchestra begleitet sie unter der Leitung von David Canisius. Durch die Jahrzehnte führt Ades Zabel als Toilettenfrau Adele.

Tipi am Kanzleramt Große Querallee, Tiergarten, 20 Uhr, So. 2.10. und Mo. 3.10., 19 Uhr, Tel. 39 06 65 50, Karten kosten ab 32,90 Euro

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( BM )