Justiz

Flucht aus offenem Vollzug: Straftäter stellt sich

Der Straftäter verbüßte eine Haftstrafe von zwei Jahren. Fünf Wochen vor der Entlassung floh der 41-Jährige.

Der Straftäter verbüßte eine Haftstrafe von zwei Jahren. Fünf Wochen vor der Entlassung floh der 41-Jährige.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Vor zehn Tagen floh ein 41-Jähriger aus der JVA Spandau. Nun stellte er sich.

Berlin.  Der Straftäter, der aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Spandau geflohen ist, hat sich gestellt. Er muss seine Haftstrafe nun im geschlossenen Vollzug absitzen.

Der 41-Jährige war in der Nacht zum 18. September aus dem offenen Vollzug in Spandau verschwunden. Nach Justizangaben war er in Vorbereitung auf seine geplante Entlassung aus dem Gefängnis am 13. September in den offenen Vollzug verlegt worden. Rund fünf Wochen später wäre der Mann regulär entlassen worden.

Der 41-Jährige verbüßte eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen Drogenhandels, räuberischer Erpressung und unerlaubten Führens von Schusswaffen.

Flucht aus einer JVA ist keine Straftat

Am gestrigen Dienstag soll sich der Mann gegen 17 Uhr bei der JVA Plötzensee gestellt haben. „Seine ehemalige Ehefrau hat ihn angekündigt“, sagt Martin Kröger, Pressesprecher der Senatsjustizverwaltung. Seine verbleibenden 38 Tage müsse er nun im geschlossenen Vollzug absitzen. Weitere Strafen habe er nicht zu erwarten, eine Flucht aus einer JVA sei keine Straftat.

Derzeit ist der 41-Jährige von den anderen Insassen getrennt, da nach Angaben des Senatssprechers geklärt werden müsse, was ihn zur Flucht motiviert und was er in den vergangenen zehn Tagen gemacht habe. Am 3. November wird der Mann nach heutigem Stand entlassen.

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