Feuerwehr

Sanierung der Feuerwehr-Werkstatt kostet 23 Millionen Euro

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Damit die Feuerwehr immer schnell bei Einsätzen ist, müssen Fahrzeuge und Technik regelmäßig in der eigenen Werkstatt überprüft werden. Die ist aber mittlerweile zu klein.

Damit die Feuerwehr immer schnell bei Einsätzen ist, müssen Fahrzeuge und Technik regelmäßig in der eigenen Werkstatt überprüft werden. Die ist aber mittlerweile zu klein.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Die Werkstatt der Berliner Feuerwehr ist zu klein. Es müsste saniert oder neu gebaut werden. Dafür fehlt etwas Entscheidendes.

Berlin. 65 Handwerker pflegen, warten und reparieren die Einsatzfahrzeuge der Berliner Feuerwehr. Um einen Rund-um die Uhr-Service gewährleisten zu können, wären aber 280 Mitarbeiter nötig. Geld ist aber keines vorhanden. Ein großes Problem.

Wie aus einer aktuellen Anfrage des Abgeordneten Alexander J. Herrmann (CDU) an die Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport hervorgeht, analysiert der Senat derzeit die Umsetzung eines 24-Stunden-Betriebes an sieben Tagen in der Woche.

Ein 16-Stunden-Betrieb an fünf Tagen der Woche würde bereits ausreichen, sagt ein Feuerwehrsprecher, der sich auf die Einschätzung des Werkstattleiters bezieht. Am Wochenende gäbe es dann eine Rufbereitschaft.

Keine Stellen für Ausweitung der Feuerwehr-Werkstatt eingeplant

Bis selbst das tatsächlich umgesetzt ist, wird aber noch etwas Zeit vergehen. Wegen anderer Prioritäten wurden mit dem Haushalt 2022/2023 nämlich keine Stellen für die Ausweitung des Werkstattbetriebes angemeldet, so der Senat in seiner Antwort.

Derzeit ist der zentrale Service für Technik und Logistik in Charlottenburg und in einer Außenstelle in Buchholz angesiedelt. In Charlottenburg erfolgt die Planung und Beschaffung von neuen Fahrzeugen, aber auch die umfangreiche medizin- und gerätetechnische Ausstattung der Einsatzfahrzeuge. Zu den zentralen Aufgaben der Werkstatt gehören die Prüfung, Wartung und Instandhaltung von Hubrettungsfahrzeugen (Drehleitern) sowie der Feuerlöschkreiselpumpen und Schaumzumischsysteme.

Ferner wird eine Werkstatt zur Instandhaltung und Prüfung von Elektro- und Medizingeräten betrieben. Umfangreiche Reparaturen und Instandsetzungen werden an externe Firmen gegeben, wie beispielsweise der Austausch von Bremsen. In Buchholz werden Atemschutzgeräte, Strahlen- und sonstige Messtechnik, und Chemiekalienschutz- und Strahlenschutzanzüge beschafft und geprüft.

Zentraler Standort für eine Werkstatt der Feuerwehr soll geschaffen werden

Geplant ist es, einen zentralen Standort für den gesamten Bereich der Technik und Logistik der Berliner Feuerwehr zu schaffen, heißt es seitens des Senats. Das begrüßt auch die Feuerwehr. Die jetzige Werkstatt in Charlottenburg am Nikolaus-Groß-Weg sei zu klein. Allerdings gibt es weder einen konkreten Standort noch die finanziellen Mittel.

Eine weitere Option wäre es, die Werkstatt zu sanieren. Dies bezifferte die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH im April dieses Jahres auf 23.600.000 Euro.

Für welche Variante sich die Verantwortlichen entscheiden: „Die Werkstatt ist wichtig“, sagt der Feuerwehr-Sprecher. Auch wenn eines der mehr als 1000 sich im Bestand befindenden Fahrzeuge repariert werden müsste, Einsätze seien dadurch nicht gefährdet, versichert er. In der gesamten Stadt seien Reservefahrzeuge deponiert.