Prozessbeginn

Drogenverkäufe per Lieferdienst? Angeklagte werden aussagen

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand.

Eine Statue der Justitia steht mit Waage und Schwert in der Hand.

Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb). Gegen eine mutmaßliche Drogenbande, die über einen sogenannten Lieferservice über Monate hinweg illegale Geschäfte abgewickelt haben soll, hat am Berliner Landgericht der Prozess begonnen. Angeklagt sind vier Männer und drei Frauen im Alter von 22 bis 28 Jahren. Mehrere Verteidiger kündigten zu Beginn der Verhandlung am Donnerstag Aussagen ihrer Mandanten zu einem späteren Zeitpunkt an.

Die Angeklagten sollen sich spätestens im Januar dieses Jahres zu einer Bande zusammengeschlossen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass mit verschiedenen Drogen im Kilogrammbereich gehandelt worden sei. Ein 28-Jähriger habe als «Leiter und Organisator der Gruppierung fungiert», heißt es in der Anklage. Sein Stellvertreter sei ein 24-Jähriger gewesen. Die weiteren fünf Angeklagten hätten sich als Fahrer und Fahrerinnen an dem mutmaßlichen Handel mit Betäubungsmitteln beteiligt.

Vier der Angeklagten befinden sich seit ihrer Festnahme Ende März in Untersuchungshaft. Damals soll die Polizei in einer sogenannten Bunkerwohnung in Berlin-Schöneberg sowie im Keller der Wohnung mehrere Kilogramm Kokain, rund acht Kilogramm Ketamin und knapp 400 Gramm MDMA sichergestellt haben. Zudem seien im Badezimmer im Lüftungsschacht insgesamt 30.000 Euro entdeckt worden.

Für den Prozess sind bislang 17 weitere Tage bis zum 5. Dezember vorgesehen. Die Verhandlung wird am 26. September fortgesetzt.