Verkehr

CDU-Chef fordert 365-Euro-Ticket für Nahverkehr ab Januar

Berlins CDU-Fraktionschef Kai Wegner spricht in der Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus.

Berlins CDU-Fraktionschef Kai Wegner spricht in der Plenarsitzung im Berliner Abgeordnetenhaus.

Foto: Annette Riedl/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb). Berlins CDU-Fraktionschef Kai Wegner hat das vom Senat angekündigte 29-Euro-Ticket für den Nahverkehr als unzureichend kritisiert. Die Menschen in Berlin warteten händeringend auf Entlastung. Das 29-Euro-Ticket sei aber alles andere als ein großer Wurf, kritisierte Wegner bei der Sitzung des Abgeordnetenhauses am Donnerstag. «Pendler, Radfahrer und auch Autofahrer haben gar nichts von dieser Maßnahme.»

Wegner forderte eine 1-Euro-Lösung für den ÖPNV, also ein Ticket für 365 Euro pro Jahr. «Wir sollten es machen, am besten mit Start 1. Januar», sagte der CDU-Politiker. Für ein solches Ticket hat sich auch die SPD schon mehrfach ausgesprochen.

Wichtig seien langfristige Lösungen und solche für die gesamte Hauptstadtregion, kritisierte Wegner das Berliner Übergangsticket, das von Oktober bis Dezember nur im Bereich AB innerhalb Berlins genutzt werden kann.

Der Senat habe die Pendler dabei vollkommen vergessen. «Haben Sie sich mal Gedanken darüber gemacht, weil viele von denen jetzt ihr ABC-Abo kündigen, mit dem Auto in die Wohngebiete an den Stadtrand fahren, dort die Straßen zuparken und dann mit dem 29-Euro-Ticket zur Arbeit in die City fahren?» Auch den 200.000 Berlinern, die in Brandenburg arbeiteten, mache der Senat mit dem Ticket kein Angebot.