Berlin-Müggelheim

Enten mit Pistolen-Armbrust beschossen: Polizei sucht Zeugen

Die Berliner Polizei veröffentlichte ein Foto der angeschossenen Ente.

Die Berliner Polizei veröffentlichte ein Foto der angeschossenen Ente.

Foto: Polizei Berlin

An der Großen Krampe in Müggelheim sind Enten mit einer Armbrust beschossen worden. Nun sucht die Berliner Polizei nach Zeugen.

Berlin. In einem Fall von heftiger Tierquälerei bitte die Berliner Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Wie die Ermittler mitteilten, wurden an der Großen Krampe in Berlin-Müggelheim Mitte August zwei Enten mit Armbrustpfeilen beschossen. Zeugen hatten daraufhin die Wasserschutzpolizei alarmiert.

Einsatzkräfte fanden ein angeschossenes Muttertier mit ihren vier Küken, konnten die Tiere allerdings zunächst nicht einfangen. Einen Tag später, am 11. August 2022, gelang es ehrenamtlichen Mitarbeitern der Wildtierrettung Wensickendorf, die Ente und ihre Küken einzufangen. Sie entfernten den Armbrustpfeil und versorgten die Tiere auf dem dortigen Gnadenhof. Die Tiere werden aktuell auf ihre Auswilderung vorbereitet.

Am Dienstag nun teilte die Polizei mit, dass das Landeskriminalamt in der Sache wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Zeugen, die Hinweise zur Identität des Täters geben können, sollen sich bei der Polizei unter der Rufnummer 030 4664-933612 /-933600 oder per Mail unter lka336@polizei.berlin.de. Zugleich veröffentlichten die Ermittler Bilder der angeschossenen Ente, darunter auch ein Röntgenbild der angeschossenen Ente.

Die Bilder, die auch beim Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht wurden, lösten bei vielen Nutzer Empörung aus. ""Wie verwahrlost und unmenschlich muss man für eine solch widerwärtige Tat sein?", fragte ein Nutzer.

( BM )