Fischsterben

Viele tote Fische in Lübars entdeckt

| Lesedauer: 2 Minuten
In Lübars im Klötzbecken hat eine Anwohnerin viele tote Fische entdeckt.

In Lübars im Klötzbecken hat eine Anwohnerin viele tote Fische entdeckt.

Foto: Ines Kleinert / Privat

Anwohner entdeckten die toten Fische im Klötzbecken. Sauerstoffmangel soll der Grund für das Fischsterben sein.

Berlin.  Nicht nur in der Oder wurden Tausende tote Fische entdeckt, auch im Reinickendorfer Ortsteil Lübars treiben die Tiere leblos an der Wasseroberfläche. Einen genauen Grund dafür gibt es aber noch nicht. Sauerstoffmangel soll der Grund sein.

„Es ist wirklich schlimm“, sagt Anwohnerin Ines Kleinert, die die Fische bei einem Spaziergang mit ihrem Hund entdeckt hat. „Da sind richtig große Fische dabei, auch einen Hecht habe ich gesehen“, sagt sie. Einige Tiere hätten noch nach Luft gerungen, doch auch für sie kam jede Hilfe zu spät. Nicht nur der Anblick sei furchtbar, auch der Geruch wäre kaum zu ertragen. Direkte Anwohner des Klötzbeckens hätten die Fenster geschlossen.

Grund für Fischsterben auch in der Oder weiter unbekannt

Ines Kleinert vermutet mangelnden Sauerstoff infolge der Hitze. „Dagegen muss etwas getan werden“, sagt die Anwohnerin – und hat einen Brief an die Senatsumweltverwaltung geschrieben. Man dürfe jetzt nicht zusehen, dass weitere Tiere verenden.Formularende

Die Senatsumweltverwaltung bestätigt diese Vermutung. Die Fische im Klötzbecken seien an Sauerstoffmangel verendet. „Der Grund für den Sauerstoffmangel sind die anhaltend hohen Wassertemperaturen, der geringe Wasserstand sowie der aktuell witterungsbedingt fehlende Wasseraustausch“, heißt es in der Erklärung. Es seien bisher 100 Kilogramm tote Fische geborgen worden. Experten prüfen derzeit, ob das Gewässer belüftet und so das Problem gelöst werden kann.

Besonders schlimm hat es Fische in der Oder getroffen. Seit einigen Tagen ziehen Fischer entlang des Flusses tote Tiere aus dem Wasser – darunter auch immer wieder große und mehrere Kilogramm schwere Welse. Hunderte Helfer und Helferinnen sind in Brandenburg auf einer Strecke von rund 80 Kilometern dabei, die toten Tiere zu bergen.

Zum Weiterlesen: Fischsterben: Finanzhilfe vom Bund gefordert

Eine konkrete Ursache wurde auch in diesem Fall noch nicht gefunden. Zunächst wurde eine Vergiftung durch Quecksilber vermutet, das hatte Polens Regierung bereits als Grund ausgeschlossen. Auch sollen Schwermetalle allgemein nicht die Ursache sein. Man warte nun auf die Ergebnisse der Untersuchungen auf andere Schadstoffe, heißt es aus dem polnischen Umweltamt. In Warschau geht man vielmehr davon aus, dass Chemieabfälle ins Wasser eingeleitet wurden.