Verkehr

Immer mehr Einschränkungen wegen Filmdrehs in Berlin

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Clara Andersen
Wegen Dreharbeiten gibt es in Berlin immer mehr Einschränkungen – etwa, wenn Parkplätze zeitweise wegfallen.

Wegen Dreharbeiten gibt es in Berlin immer mehr Einschränkungen – etwa, wenn Parkplätze zeitweise wegfallen.

Foto: Soeren Stache / picture-alliance/ dpa/dpaweb

In Berlin fallen immer häufiger Parkplätze wegen Dreharbeiten weg. Senat: „Filme und Serien prägen das Image der Stadt“.

Berlin.  In Berlin müssen Anwohner immer mehr Verkehrseinschränkungen wegen Filmdrehs in Kauf nehmen: Gab es deswegen 2020 insgesamt 1805 genehmigte, verkehrsrechtliche Anordnungen, waren es im vergangenen Jahr bereits 2021 und bis Mitte Juli dieses Jahres schon 1104. Das geht aus einer Anfrage des verkehrspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Oliver Friederici, bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz hervor.

Die meisten dieser verkehrsrechtlichen Anordnungen gingen auch mit Park- und Halteverboten einher, so die Senatsverwaltung. Im Regelfall würden diese aber nur in einem Zeitfenster von wenigen Stunden bis zu 14 Tagen stattfinden. Trotzdem handele es sich immer um eine Einzelfallprüfung, doch die zentrale Straßenverkehrsbehörde achte stets auf eine angemessene Dauer. Außerdem müssten Anwohner durch Beschilderung mindestens drei Tage vor Beginn der Dreharbeiten über das Halteverbot informiert werden. Diese Regelung bewertet der Senat als hinreichend, um geparkte Autos rechtzeitig aus dem kurzfristig angekündigten Halteverbot zu holen. Denn da ein öffentlich geparktes Auto weiterhin am Straßenverkehr teilnehme, hätten Halter oder Halterin eine Sorgfaltspflicht, der man nachzukommen habe.

Anwohner könnten in nahe gelegenen Parkhäusern auf Kosten der Filmfirma parken

Grundsätzlich würden Halt- und Parkverbote aber sowieso nur dort und in dem Umfang gestattet werden, wo dies vertretbar und notwendig ist. Sollte es vorkommen, dass Parkplätze in Parkraumbewirtschaftungszonen benötigt werden, sei ein kostenfreies Parken in anderen Zonen jedoch nicht möglich. Falls vorhanden, könnten Anwohner allerdings in nahe gelegenen Parkhäusern auf Kosten der Filmfirma parken.

Trotz der Einschränkungen, die durch Filmdreharbeiten entstehen, prägten Filme und Serien das Image der Stadt und leisteten einen wichtigen Beitrag für die regionale Filmindustrie, so die Senatsverwaltung. „Die Darstellung von Berlin als lebenswerte und weltoffene Metropole übt eine große Anziehungskraft auf kluge und kreative Menschen aus aller Welt aus. Dieses Bild von Berlin wird durch Filmproduktionen, die den Geist der Stadt spiegeln, verstärkt“, hieß es.