Debatte

Sprengplatz: SPD-Politikerin skeptisch wegen Transports

Inka Gossmann-Reetz (SPD), Abgeordnete des Landtages Brandenburg.

Inka Gossmann-Reetz (SPD), Abgeordnete des Landtages Brandenburg.

Foto: Annette Riedl/dpa/Archivbild

Potsdam/Berlin (dpa/bb). Die Vizechefin der brandenburgischen SPD-Landtagsfraktion, Inka Gossmann-Reetz, hat sich in der Debatte um alternative Standorte für den Berliner Sprengplatz im Grunewald skeptisch geäußert. Das Berliner Umland sei inzwischen sehr dicht besiedelt, sagte die Politikerin am Samstag rbb24-Inforadio. «Auch hier müssen wir (...) sehr gut aufpassen, dass wir die Menschen hier nicht in erhöhte Gefahr bringen.» Gossmann-Reetz sagte: «Das würde ich persönlich auch ablehnen, dass wir hier gefährliche Transporte von Berliner Bomben durch unser dicht besiedeltes Brandenburger Umland machen.» Transporte und Erschütterungen seien ein hohes Risiko.

Sie habe aber Verständnis, dass Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) das Gespräch mit Brandenburg suche. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) werde hier ein offenes Ohr haben, sagte die Landtagsabgeordnete. Der Brand im Grunewald löste eine erneute Diskussion über eine mögliche Verlegung des Standorts aus.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) zeigte sich aufgeschlossen für Gespräche mit Berlin über die Kampfmittelbeseitigung: «Wir haben eine gute Kooperation mit Sachsen und sind natürlich auch offen dafür, wenn sich Berlin in Zukunft an unseren Verfahren der Kampfmittelbeseitigung beteiligen möchte.»

Brandenburgs zentrales Sprenggelände liegt in einem Wald in dem kleinen Ort Kummersdorf-Gut, etwa 50 Kilometer südlich von Berlin. Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik hatte gesagt, weil Transporte für alte Weltkriegsbomben sehr gefährlich seien, brauche es weiterhin einen nahe gelegenen Sprengplatz.