Grunewald

Wildtierexperte: Die meisten Tiere bei Brand in Sicherheit

Ein Keiler steht im Gehege eines Wildparks.

Ein Keiler steht im Gehege eines Wildparks.

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Berlin. Rehe, Füchse und Wildschweine haben sich Fachleuten zufolge bei dem Brand im Berliner Grunewald in Sicherheit gebracht. «Die meisten Wildtiere sind reine Fluchttiere. Sobald es Gefahr gibt, zum Beispiel Rauch, Störungen wie Explosionen oder Feuer, flüchten die sofort», sagte der Wildtierexperte der Umwelt-Senatsverwaltung, Dirk Ehlert, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Es sei davon auszugehen, dass die meisten schnellen Tiere mit Beinen oder Flügeln rechtzeitig geflüchtet seien. Kleinere Arten wie Insekten hätten es hingegen schwerer. Sie könnten sich aber unter der Erde verstecken - und so in manchen Fällen auch überleben.

Über 1000 Tierarten gibt es nach Schätzungen des Wildtierexperten im Grunewald. Wie viel Fläche Wald tatsächlich vom Brand betroffen ist, ob es ein Boden- oder ein Flächenbrand ist und wie viele Tiere im größeren Umfang verletzt worden sind, sei aber noch ungewiss, sagte Ehlert. Nach dem Regen lasse sich möglicherweise mehr sagen. Bereits organisierte Tierrettungsaktionen findet er zum jetzigen Zeitpunkt zu früh. Das Feuer war auf einem Sprengplatz der Polizei ausgebrochen.