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Wahlen: Verfassungsgerichtshof verhandelt über Einsprüche

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Nachzählung von Stimmen in einem Berliner Wahllokal am 26. September 2021. Wie viel schief lief an diesem Tag ist umstritten.

Nachzählung von Stimmen in einem Berliner Wahllokal am 26. September 2021. Wie viel schief lief an diesem Tag ist umstritten.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Beim Superwahltag 2021 in Berlin gab es viele Pannen. Im September verhandelt der Verfassungsgerichtshof nun die ersten Einsprüche.

Berlin. Der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin verhandelt am 28. September über die Einsprüche gegen die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen im Herbst vergangenen Jahres. Das teilte das Gericht am Freitag mit. Von den 35 eingereichten Einsprüchen sollen zunächst vier verhandelt werden. Dabei geht es um die Beschwerden der Landeswahlleitung, der Innenverwaltung sowie der Parteien AfD und Die Partei. Über weitere Wahlprüfungsanträge soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.

Die Sitzung ist den Angaben zufolge öffentlich und in einem Hörsaal der Freien Universität in Berlin-Dahlem geplant. In der mündlichen Verhandlung sollen Themen wie Wahlfehler und die mögliche Beeinflussung der Sitzverteilung erörtert werden. Die Beteiligten erhalten dem Gericht zufolge Gelegenheit, zum Wahlgeschehen, möglichen Versäumnissen und damit verbundenen Rechtsfragen Stellung zu nehmen. Eine Entscheidung werde es von den neun Verfassungsrichterinnen und -richtern voraussichtlich noch nicht geben. Das Gericht hat dafür drei Monate Zeit.

Die Verkündung der Entscheidung ist ebenfalls öffentlich geplant. Über die Wahlen zum Bundestag und deren Gültigkeit entscheidet der Bundestag in einem eigenen Verfahren. An der Verhandlung des Landesverfassungsgerichtshofs können auch Bürgerinnen und Bürger teilnehmen. Die Anzahl der für sie zur Verfügung stehenden Sitzplätze ist allerdings beschränkt.

„Angesichts des historischen Organisationsversagens des Senats wird es sehr wahrscheinlich zu Wiederholungswahlen kommen", erklärte der Generalsekretär der Berliner CDU, Stefan Evers. "Angesichts der knappen Fristen muss der Senat unverzüglich Vorbereitungen für eine mögliche Neuwahl treffen, damit die nächste Wahl in Berlin nicht wieder in einem Desaster endet."

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( dpa )