Bundesliga

Siebatcheu und Kanga: Ex-Teamkollegen nun Rivalen im Derby

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Jordan Siebatcheu.

Jordan Siebatcheu.

Foto: Ina Fassbender/AFP POOL/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb). Union Berlins Trainer Urs Fischer hat offenbar keine Scouting-Hilfe seines Stürmers Jordan Siebatcheu über Herthas neuen Angreifer Wilfried Kanga gebraucht. «Ich kenne den Spieler auch. Ich schaue ab und zu auch mal die Schweizer Liga», sagte der 56-jährige Schweizer vor dem Derby der Köpenicker gegen die Hertha am Samstag (15.30 Uhr/Sky). «Er ist ein körperlicher Spieler. Er weiß, was er zu tun hat im Strafraum, hat eine gute Geschwindigkeit, ist sehr torgefährlich.»

Siebatcheu und Kanga kennen sich gut, sind Freunde. Beide stürmten in der letzten Saison noch gemeinsam für die Young Boys Bern, wechselten dann nach Berlin, aber an andere Enden der Stadt. Zunächst der Franko-Amerikaner Siebatcheu zu den Eisernen, dann der Franzose Kanga zur Alten Dame.

Auch Hertha-Trainer Sandro Schwarz lobte die Robustheit seines neuen Stürmers. Kanga sei zudem sehr gut in der Ballbehauptung und in der Tiefe. «Er macht einen fitten Eindruck, hat auch schon Spielrhythmus», sagte Schwarz.

Während der 24-Jährige sein Debüt im Derby feiern könnte, hat Siebatcheu schon zwei Mal für Union getroffen - im Test gegen Nottingham Forest und zuletzt im Pokal gegen Chemnitz. «Dieses Tor gegen Nottingham hat ihm wirklich sehr gut getan. Das Tor gegen Chemnitz war wirklich überragend gemacht», sagte Fischer. Trotzdem sei der 26-Jährige noch im Eingewöhnungsprozess. Die Bindung zu seinen Mitspielern, das Antizipieren von Laufwegen, da gebe es noch Luft nach oben. «Da reichen einfach fünf Wochen Vorbereitung nicht aus.»

Welcher Berliner Club denn nun den besseren Stürmer aus Bern geholt habe, darauf wollte sich Fischer nicht einlassen, sagte aber: «Wir haben Siebatcheu geholt, darum ist Jordan für uns der bessere.»