Brand-Konsequenzen

CDU-Chef fordert Sprengplatz für Berlin und Brandenburg

Polizeibeamte reinigen einen Wasserwerfer von Asche und Staub nach dem Einsatz an der Brandstelle.

Polizeibeamte reinigen einen Wasserwerfer von Asche und Staub nach dem Einsatz an der Brandstelle.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Berlins CDU-Landeschef Kai Wegner hat Verhandlungen mit Brandenburg über einen gemeinsamen Sprengplatz beider Länder gefordert. Aus dem Brand im Grunewald auf und rund um den Sprengplatz der Berliner Polizei müsse man die richtigen Konsequenzen ziehen, sagte Wegner in der rbb-«Abendschau» am Donnerstag. «So ein Sprengplatz gehört nicht in ein Naherholungsgebiet», sagte der CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende. Es habe immer wieder viele Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern darüber gegeben. «Jetzt müssen Verhandlungen mit Brandenburg geführt werden. Ich hoffe, dass wir da zu gemeinsamen Ergebnissen kommen», sagte Wegner.

«Das Entscheidende ist, dass man nicht Brandenburg sagen kann: Wir bringen euch unsere Bomben. Das wird nicht funktionieren», so der CDU-Politiker. «Da muss Berlin auch Kosten tragen, das muss man sich teilen.» Notwendig sei künftig eine Zusammenarbeit, was Sprengstoff und Bombenfunde angehe.

Auf dem Sprengplatz in Berlin war am frühen Donnerstagmorgen ein Feuer ausgebrochen, das sich im Laufe des Tages ausgeweitet hat. Es sei eine sehr ernste Lage, sagte Wegner. Viele Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr seien dort in einem gefährlichen Einsatz.

Neben der Brandbekämpfung werde es eine weitere Aufgabe sein, den Grunewald zu retten, der ein Wahrzeichen Berlins sei. «Und wir müssen aufklären, wie es dazu kommen konnte», forderte Wegner. Die Berliner CDU hatte bereits 2004 verlangt, der Sprengplatz solle verlegt werden. «Ich frage mich, warum erst so etwas passieren muss, bevor wir handeln», sagte Wegner. (dpa)


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