Notfall

Giffey hält Evakuierungen wegen des Brandes nicht für nötig

Franziska Giffey (l), Regierende Bürgermeisterin, und Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD).

Franziska Giffey (l), Regierende Bürgermeisterin, und Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD).

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht trotz des anhaltenden Brandes im Grunewald keine Notwendigkeit für Evakuierungen. «Es ist kein Personenschaden zu beklagen», sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag nach einem Besuch an der Brandstelle. «Es gibt keine Notwendigkeit für eine Evakuierung von Bevölkerung», sagte sie. «Das haben wir in Brandenburg ja anders erlebt, wo ganze Dörfer evakuiert werden mussten. Das ist hier nicht der Fall, weil hier im Umkreis von zwei Kilometern niemand wohnt.»

Giffey sagte, bei dem Brand im Grunewald handele es sich um ein Ereignis, das in der Berliner Nachkriegsgeschichte einmalig sei. Die Regierende Bürgermeisterin hatte ihren Urlaub unterbrochen, um sich im Grunewald selbst ein Bild von der Lage zu machen. Dort brennt es auf und rund um den Sprengplatz der Berliner Polizei seit den frühen Morgenstunden. Die Brandursache ist noch unklar.

Rund um den Sprengplatz wurde im Umkreis von 1000 Metern eine Sicherheitszone eingerichtet. «Das Entscheidende ist, dass wir es schaffen, diesen Sicherheitskreis einzugrenzen, es schaffen, dass das Feuer nicht darüber hinaus geht», sagte Giffey.

«Ich bin sehr dankbar, dass wir das interdisziplinär tun, also zusammen mit der Bundeswehr und in engem Schulterschluss von Berliner Polizei und Berliner Feuerwehr», so die Regierende Bürgermeisterin. Giffey dankte allen Einsatzkräften, ausdrücklich auch denen aus Brandenburg und der Bundeswehr, für ihre schnelle Unterstützung. «Für uns ist ganz entscheidend, dass wir sehr zügig ein Übergreifen der Flammen verhindern und alle Kräfte, die wir haben, bündeln. Das geschieht gerade.»