Waldbrand

Giffey: Wir müssen über Sprengplatz auf Stadtgebiet reden

Franziska Giffey (l) und Iris Spranger (beide SPD) beantworten Fragen von Journalisten.

Franziska Giffey (l) und Iris Spranger (beide SPD) beantworten Fragen von Journalisten.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat angekündigt, über den Standort des Sprengplatzes der Berliner Polizei reden zu wollen. «Wir müssen uns darüber Gedanken machen, wie wir in Zukunft mit diesem Sprengplatz umgehen und ob auf Berliner Stadtgebiet ein solcher Ort der richtige ist», sagte die SPD-Politikerin nach einem Besuch im Grunewald, in dem es seit den Morgenstunden auf und rund um den Sprengplatz brennt.

Giffey sagte, sie werde auch mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) über die Möglichkeiten für eine Kooperation in der Metropolregion sprechen. «Das muss man bereden», sagte Giffey. «Im Moment bin ich sehr froh, dass hier keine Wohnbebauung im näheren Umfeld ist und wir niemandem evakuieren müssen.»

Der Sprengplatz sei seit vielen Jahren im Grunewald, sagte die Regierende Bürgermeisterin. «Er ist der einzige auf Berliner Territorium in dieser Form.» Er liege im Wald, nicht in einem Wohngebiet. «Insofern ist das eine Situation, die jetzt, wie wir sie bewerten können, die Lage noch eher entspannt.»

Am frühen Donnerstagmorgen war auf oder um den Sprengplatz ein Feuer ausgebrochen, das sich ausbreitete. Auf dem Sprengplatz lagern Polizeiangaben zufolge rund 25 Tonnen unter anderem an beschlagnahmten Feuerwerkskörpern und Weltkriegsmunition, die zu bestimmten Terminen im Jahr kontrolliert gesprengt werden.