Haupstadtderby

Hertha verunsichert? Unions Fischer erwartet guten Gegner

Union Trainer Urs Fischer steht im Stadion.

Union Trainer Urs Fischer steht im Stadion.

Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Archivbild

Berlin (dpa/bb). Die Pokal-Pleite von Derby-Gegner Hertha BSC will Union-Trainer Urs Fischer nicht überbewerten. «Den Auftritt in Braunschweig habe ich als gut gesehen, obwohl sie im Elfmeterschießen ausgeschieden sind», sagte der 56-Jährige vor dem Bundesliga-Auftakt der Köpenicker gegen den Stadtrivalen am Samstag (15.30 Uhr/Sky). «Sie sind eine Mannschaft, die gut organisiert ist, kompakt steht und das Zentrum in den Griff bekommen will. Im Umschaltspiel und über die Seiten haben sie dann Spieler, die das eins gegen eins lieben, die Geschwindigkeit haben und den Unterschied ausmachen können.»

Seinem Gegenüber Sandro Schwarz, dem vierten Hertha-Trainer in den letzten vier Derbys, attestierte Fischer, dass im Spiel seiner Mannschaften «ein klarer Gedanke, eine klare Haltung» erkennbar sei.

Der Schweizer wollte sich nicht darauf festlegen, dass es ein großer mentaler Vorteil sei, dass die Köpenicker selbst die nächste Runde im Pokal erreichten. «Unser Auftritt war auch nicht berauschend», sagte er über das Spiel in Chemnitz. Ähnlich wie sein Präsident Dirk Zingler ist Fischer nicht gerade begeistert von der Ansetzung des Spiels am ersten Spieltag. «So vom Gefühl her finde ich es nicht optimal, aber am Schluss musst du gegen jeden spielen.» Trotzdem seien die Köpenicker gut vorbereitet.

Personell kann Fischer fast alle Spieler einplanen. Stürmer Jordan Siebatcheu und Mittelfeldspieler Morten Thorsby hätten noch kleinere Blessuren, es sehe aber gut aus, sagte der Schweizer. Die Neuzugänge Thorsby und Diogo Leite könnten am Samstag erstmals bei einem Pflichtspiel im Kader stehen, möglicherweise sogar in der Startelf, wie Fischer sagte.