Corona-Pandemie

BVG kürzt Bus-Angebot - Diese Linien sind betroffen

| Lesedauer: 3 Minuten
Bereits Anfang des Jahres musste die BVG in Berlin ihr Angebot wegen vieler Krankheitsfälle kürzen. Das ist nach den Sommerferien erneut der Fall.

Bereits Anfang des Jahres musste die BVG in Berlin ihr Angebot wegen vieler Krankheitsfälle kürzen. Das ist nach den Sommerferien erneut der Fall.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Die BVG muss drei Prozent der Busfahrten kürzen, weil viele Fahrer Corona haben. Auf gut 30 Buslinien werden die Takte ausgedünnt.

Berlin. Am kommenden Montag beginnt in Berlin wieder die Schule - und damit starten bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) auch Einschränkungen im Bus-Fahrplan. Wie das Unternehmen bereits vor anderthalb Wochen angekündigt hatte, führt die aktuelle Pandemieentwicklung in Kombination mit einer angespannten Arbeitsmarktlage dazu, dass die BVG ihr Angebot im Busbereich nach den Ferien – und damit nach Ende des Ferienfahrplans – anpassen muss. Konkret heißt das: Rund drei Prozent der wöchentlichen Busleistung werden gekürzt.

Nachdem die BVG zunächst keine Details mitteilte, stehen die betroffenen Linien nun fest. Auf gut 30 Buslinien dünnt das Unternehmen die Takte aus, darunter sind sowohl Metro- als auch Expressbus- und normale Buslinien. Auf diversen Strecken sind die Busse dann nur noch alle 20 Minuten unterwegs, in einem Fall - beim X76 - wird die Linie verkürzt. Der BVG zufolge wurden vor allem Linien ausgewählt, bei denen es ein Parallelangebot gibt. „Alle Haltestellen und alle Abschnitte des Netzes werden weiter bedient“, betont das Unternehmen. Auf den betroffenen Linien sollen zudem größtmögliche Busse eingesetzt werden.


Corona in Berlin, Deutschland und der Welt - mehr zum Thema

BVG: Das ist der angepasste Fahrplan

BVG: Straßenbahnen und U-Bahnen sollen wie gewohnt fahren

„Wir bedauern es sehr, dass diese Maßnahmen nun notwendig sind“, erklärte Rolf Erfurt, Betriebsvorstand der BVG, in der Mitteilung von Anfang August. „Da Planbarkeit und ein stabiles Angebot für unsere Fahrgäste besonders wichtig sind, haben wir uns für diese notwendige Anpassung entschieden.“ Die Einschränkungen sind demnach mit der Senatsmobilitätsverwaltung abgestimmt worden.

Bereits während der Omikron-Welle Anfang des Jahres hatte die BVG ihr Angebot einschränken müssen. Auch damals war zunächst auf mehreren Buslinien der Fahrplan wegen vieler Krankmeldungen und Quarantänezahlen gekürzt worden, später waren auch auf einigen U-Bahn- und Tramlinien die Takte etwas ausgedünnt worden. Dieses Mal seien die Einschränkungen aber insgesamt geringer als zu Beginn des Jahres, schreibt die BVG. Straßenbahnen und U-Bahnen sollen nach jetzigem Stand nach den Sommerferien wie gewohnt fahren.

Dieses Mal verweist die BVG als zweiten Grund für die Kürzungen neben der aktuellen Corona-Lage und damit zusammenhängenden Ausfällen auch auf die „angespannte Marktlage für Arbeitgeber“. Wie auch viele andere Verkehrs- und Logistikunternehmen sowie weitere ganze Branchen würde man diese seit einigen Wochen bemerken, heißt es. „Die BVG hat ihre Anstrengungen im Recruiting daher weiter intensiviert“, erklärt das Unternehmen.

Deutsche Bahn kürzt den Fahrplan wegen Krankenstand ebenfalls

Auch bei der Deutschen Bahn gibt es Einschränkungen im Fahrplan, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Donnerstagnachmittag informierte. Dort gelten die Fahrplankürzungen, die demnach rund 2,5 Prozent des regulären Angebots der DB Regio Nordost betreffen, bereits ab sofort und voraussichtlich bis 21. August.

So fallen bei der RB13 zwischen Wustermark und Jungfernheide zwischen Montag und Freitag alle Fahrten aus, die RB23 fährt zwischen Michendorf und Potsdam nicht. Auf der Linie RE66 fallen zwischen Angermünde und Berlin jeweils zwei Fahrten pro Richtung aus: 7.05 Uhr und 11.04 Uhr ab Angermünde sowie um 8.06 Uhr 14.53 Uhr Gesundbrunnen. Zwischen Passow und Stettin soll es keine Einschränkungen geben. Auf allen Linien gebe es alternative Verbindungen, heißt es. Als Grund für die Ausfälle wird ebenfalls ein hoher Krankenstand genannt. Reserven, diesen über Wochen hinweg zu kompensieren, gebe es nicht, so der VBB.