Fussball

Schultz: «Verschiebung der Kräfte» zwischen Union und Hertha

Ein Spielball liegt auf dem Rasen.

Ein Spielball liegt auf dem Rasen.

Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild

Berlin (dpa/bb). Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes (BFV), sieht die Kräfteverhältnisse vor dem Derby zwischen Hertha BSC und Union Berlin klar verteilt. «Wir haben in Union einen ehemaligen Aufsteiger, der sich sehr schnell in der Bundesliga etabliert und zweimal in Folge für den europäischen Wettbewerb qualifiziert hat. Das ist eine deutliche Verschiebung der Kräfte, die auch Hertha registrieren, aber vermutlich nicht einfach so hinnehmen wird», sagte der 64-Jährige der «Berliner Zeitung» (Donnerstag).

Schultz betonte auch die Bedeutung beider Clubs für die Hauptstadt. «Union und Hertha sind die beiden führenden und herausragenden Vereine in Berlin, was die sportliche Liga und auch ihre Mitgliederzahlen angeht», sagte er. «Nur zu sagen, dass der Berliner Fußball locker zwei Bundesligisten ertragen kann, wäre falsch. Er braucht diese Bundesligisten, weil sie große Leuchttürme sind.»

Der Berliner Fußball profitiere auf verschiedene Arten und Weisen von den Bundesligisten. Da sei zum einen die große Strahlkraft auf Kinder und Jugendliche, sagte Schultz. «Die begeistern sich für den Fußball und treten bestenfalls in unsere Vereine ein, die ja in der Regel nicht Union oder Hertha heißen. Es profitiert also die gesamte Region.»

Außerdem gebe es auch eine wirtschaftliche Dimension: «Es ist ja bekannt, dass wir als Landesverband gemäß den Vereinbarungen vom Deutschen Fußball-Verband und der Deutschen Fußball-Liga prozentual an den Einnahmen der Bundesligisten beteiligt werden. Da geht es um Zahlen im sechsstelligen Bereich», sagte Schultz.