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Hertha-Coach nach Pokal-Aus: Nicht vom Ergebnis blenden

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Ein Fußballspieler ist am Ball.

Ein Fußballspieler ist am Ball.

Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Berlin. Trainer Sandro Schwarz hat vor dem Hauptstadtderby an das Selbstverständnis seiner Mannschaft appelliert, das Ausscheiden aus dem DFB-Pokal soll die «Grundstimmung» bei Hertha BSC nicht trüben. Das 5:6 im Elfmeterschießen sei das Resultat an sich. Es sei «jetzt die große Kunst, sich nicht nur von dem Ergebnis blenden zu lassen», betonte der neue Coach des Berliner Fußball-Bundesligisten am Montag nach dem Training. Es gehöre kurz nach dem Spiel zwar zur Gefühlslage. «Dennoch gilt es, das analytisch zu betrachten.»

Die Herthaner hatten bei Eintracht Braunschweig in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 2:0 geführt, dann 2:3 zurückgelegen, 4:3 geführt und schließlich 4:4 nach 120 Minuten gespielt. Im Elfmeterschießen kam der K.o. «Wir hätten gern so einen Startschuss gehabt, so ein 4:3», sagte Schwarz: «Das wäre echt geil gewesen.»

Schließlich steht an diesem Samstag der Ligaauftakt an, und Hertha muss zum Derby beim 1. FC Union antreten. Die drei Begegnungen der vergangenen Saison - zweimal in der Liga, einmal im Pokal - gewann der Konkurrent aus Köpenick.

Nach der Aufarbeitung der Pokalpleite am Montag gab Schwarz seinen Profis Dienstag frei. Am Mittwoch beginne die kurze Vorbereitung auf die Partie im Stadion An der Alten Försterei. «Mit Vorfreude und mit dem Glauben: Wenn wir durchspielen, wie wir spielen wollen, sind wir auch gut. Das Selbstverständnis müssen wir auch ausstrahlen.» In Braunschweig hatten die Herthaner die starke Leistung der ersten Halbzeit später nicht mehr bestätigen können.

Dass es diesmal von den Fans eher aufbauende Worte gab, freute auch den Coach. «Die Zuschauer waren sensationell, auch wie sie mit den Jungs gesprochen haben. Das braucht man in so einer Entwicklung», sagte Schwarz. «Wir haben den Fans letzte Saison keinen Derby-Sieg schenken können. Wir wissen, dass wir den Fans damals in diesen drei Spielen viel zu wenig gegeben haben und das wollen wir unbedingt ändern», sagte Hertha-Angreifer Davie Selke der «Bild».