Christopher Street Day

Ordner mit rechten Tattoos beim CSD: Senat meldet sich

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Zehntausende feiern Christopher Street Day in Berlin

Zehntausende feiern Christopher Street Day in Berlin

In Berlin hat die Kundgebung zum Christopher Street Day (CSD) begonnen. Das Motto lautet in diesem Jahr "United in Love - Gegen Hass, Krieg und Diskriminierung". Zu der Veranstaltung hatte der Bundestag am Morgen erstmals die Regenbogenflagge gehisst.

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Nach dem Einsatz von Ordnern mit rechtsextremen Tattoos beim Berliner Christopher Street Day (CSD) hat sich der Senat eingeschaltet.

Berlin. Nach dem Einsatz von Ordnern mit rechtsextremen Tattoos beim Berliner Christopher Street Day (CSD) hat sich der Senat eingeschaltet. Es sei ein Gespräch mit der Schwulenberatung und weiteren Organisationen geplant, teilte die Senatsverwaltung für Justiz, Vielfalt und Antidiskriminierung am Dienstag mit. Es müsse sichergestellt werden, dass keine rechten Sicherheitsbeschäftigten beim CSD eingesetzt würden. "Queerfeindliche Rechtsextremisten haben auf einer Pride nichts verloren, auf der es um Akzeptanz und gleiche Rechte und die Bekämpfung von Diskriminierung geht", betonte Saraya Gomis, Staatssekretärin für Vielfalt und Antidiskriminierung.

Der Berliner CSD ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, queeren und intergeschlechtlichen Community (LGBTQI) in Europa. Bei der Parade am vergangenen Sonnabend waren Hunderttausende durch mehrere Stadtteile der Hauptstadt gezogen. Es waren mehrere Ordner mit rechtsextremen Tattoos zu sehen, Fotos davon waren auch in sozialen Medien zu sehen.

CSD 2022 in Berlin: Erste Hinweise auf Ordner mit rechtsextremen Tattoos bereits während der Parade

"Bei uns gingen zahlreiche Beschwerden hinsichtlich von Ordnern mit rechtsextremen Tattoos wie der sogenannten Schwarzen Sonne ein, die unter Neonazis und Rechtsextremisten als Erkennungssymbol dient", so Staatssekretärin Gomis. Erste Hinweise habe Justizsenatorin Lena Kreck (Linke), die selbst am CSD teilnahm, noch während der Parade erhalten, hieß es.

Der Veranstalter des CSD zeigte sich entsetzt. Zugleich verwies der Verein darauf, dass jeder Teilnehmer mit einem Fahrzeug selbst für den Einsatz von Ordnern und Ordnerinnen zuständig sei. "Vorausschauend auf das nächste Jahr werden wir die Anmeldeunterlagen für Fahrzeuge entsprechend anpassen und alle Gruppen für die Thematik noch stärker sensibilisieren", betonte der Veranstalter am Montag.

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