Umzug

Sammlung des Filmmuseums nun in der Medienstadt Babelsberg

Die Fassade vom Filmmuseum Potsdam.

Die Fassade vom Filmmuseum Potsdam.

Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Potsdam (dpa/bb). Die mehr als eine Million Objekte umfassende Sammlung des Potsdamer Filmmuseums aus dem Stadtteil Bornstedt ist in das neue Archiv in der Medienstadt Babelsberg umgezogen. Zu den Sammlungen gehörten unter anderem Drehbücher, Kostüme, Requisiten, Fotos, Tonträger und Filmplakate aus 110 Jahren Filmgeschichte in Babelsberg, teilte das Filmmuseum am Dienstag mit. Der Umzug wurde bei einem Festakt in Potsdam gefeiert. Zu den Objekten zählt das Archiv des Babelsberger Filmstudios seit 1912, der Defa in der DDR sowie die Sammlung der jüngeren Filmgeschichte seit 1990.

In dem rund 10.000 Quadratmeter großen Neubau gebe es die dringend benötigten klimatisierten Magazine und Werkstätten, um die Objekte als Teil des nationalen Kulturerbes zu bewahren. Bis 2024 soll zudem ein öffentlich zugängliches Schaudepot eingerichtet werden.

Das neue Archiv liegt unmittelbar an der Filmuniversität Konrad Wolf. «Damit entsteht ein einzigartiger Rechercheort zum Thema Film: Die universitäre Fachbibliothek und die museale Sammlung befinden sich Tür an Tür», erklärte die wissenschaftlich-kuratorische Leiterin des Filmmuseums, Ilka Brombach.

«Kein deutsches Filmmuseum kann auf eine so lange Geschichte blicken», sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD). «Und kein anderes deutsches Filmmuseum nennt ein Kino, eine Ausstellung und mehr als eine Million Sammlungsobjekte sein Eigen.» Ziel sei es, die Nachlässe für die Wissenschaft und für künftige Generationen als kulturgeschichtliche Zeugnisse zu bewahren und zu vermitteln.