Waldbrände

Forstminister: Mehr Laubwälder in Brandenburg nötig

Ein Löschhubschrauber der Bundespolizei auf einer Wiese in der Lieberoser Heide.

Ein Löschhubschrauber der Bundespolizei auf einer Wiese in der Lieberoser Heide.

Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Brandenburgs Forstminister Axel Vogel konstatiert das vierte Dürrejahr innerhalb von fünf Jahren. Der Nadelwald müsse umgebaut werden.

Berlin. Angesichts der Waldbrände in Brandenburg hat Forst- und Klimaschutzminister Axel Vogel (Grüne) einen schnelleren Umbau des Waldes mit deutlich mehr Laubbäumen gefordert. Noch immer gebe es 80 Prozent Kiefernwälder. "Laubbäume reinbringen ist das Gebot der Stunde", sagte Vogel am Dienstag im RBB-Inforadio.

600.000 Hektar Nadelwald müssten insgesamt umgebaut werden, gerade seien es aber weniger als 5000 Hektar pro Jahr. Das reiche nicht. Der Umbau müsse wegen des Klimawandels innerhalb einer Generation geschafft werden, sagte Vogel «Sonst haben wir vielleicht bald keine Wälder mehr in Brandenburg.» Insgesamt hat Brandenburg mehr als eine Million Hektar Waldflächen.

Vogel sprach vom derzeit vierten Dürrejahr innerhalb von fünf Jahren. Bisher seien schon 755 Hektar Wald abgebrannt, aber man stehe erst am Anfang der Waldbrandsaison. 80 Prozent der Brände entstünden durch Menschen, etwa durch Zigaretten oder auch Brandstiftungen. Inzwischen habe man aber das Meldewesen verbessert, die meisten Brände würden schnell entdeckt und blieben daher sehr klein.

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( dpa )